Wie hoch schätzt ihr euer Burnout-Risiko?
Ich denke nicht, dass ich irgendwann mal einen Burnout bekommen könnte, ich bin einfach nicht der Typ dafür. Ich habe zwar auch manchmal viel zu tun, aber ich lasse im Zweifelsfall eher etwas weg oder erledige eine Aufgabe nur so halb und etwas schludriger, gerade wenn ich weiß, dass das im Endeffekt gar nicht darauf ankommt und dass das keiner merkt.
Burnout-Betroffene bekommen ihre Problematik ja eigentlich deswegen, weil sie eben nicht loslassen können und sich zu sehr in alles hineinhängen. Und ich denke, wenn man nicht so jemand ist, dann hat man auch bei stressigen Phasen nicht das Risiko, dass man einen Burnout bekommen könnte.
Wie ist das bei euch? Wie schätzt ihr euer Risiko ein, einen Burnout zu bekommen?
Das ist immer schwierig das selber einzuschätzen. Ich denke, dass jeder gefährdet sein kann. Ich neige schon auch dazu mehr zu machen, weil ich sehr sozial eingestellt bin und dann auch mein Umfeld entlasten will. Dennoch merke ich es, wenn es zu viel wird und dann mache ich auch nichts mehr. Natürlich hat jeder ein gewisses Risiko, aber ich denke, dass ich das bei mir schon ganz gut einschätzen.
Ich habe mir oft die Arbeit im Kopf mit nach Hause genommen und darüber nachgedacht. Da ich noch zusätzlich Schule mache, ist das natürlich eine größere Belastung und ich kann teilweise nicht abschalten. Deshalb schätze ich mein Burnout-Risiko recht hoch ein. Mich macht es auch ziemlich nervös, wenn ich etwas nicht schaffe und bleibe auch länger auf der Arbeit.
Aber das Hauptrisiko bei mir ist es, dass ich oft nicht abschalten kann. Aber ich tue mittlerweile etwas dagegen und durch eine Erkrankung darf ich nun mehrere Monate eh keinen Stress oder Ähnliches haben, das schlägt sich sofort auf die geschädigte Körperregion nieder. Sprich ich muss langsamer machen und lerne dadurch abzuschalten und einen kleineren Gang einzulegen und das reduziert hoffentlich mein Burnout-Risiko.
Ich bin viel zu phlegmatisch veranlagt, um mich wirklich aufzureiben, und ich schätze auch die Bedeutung meiner Arbeitslast für Beruf und Gesellschaft relativ realistisch ein. Sprich, bei mir läuft niemand Gefahr, auf dem Operationstisch zu sterben oder sein Eigenheim zu verlieren, wenn es bei mir mal nicht so rund läuft. Ich glaube sogar eher, dass es niemandem auffällt, ob ich wirklich 100 Prozent gebe und mich völlig auslauge oder ob ich eine ruhige Kugel schiebe, solange überhaupt etwas passiert an meinem Schreibtisch
Oft ist es ja meiner Erfahrung nach so, dass man zumindest den Großteil der Arbeit schafft, ohne sich dabei völlig zu verausgaben, und vielleicht um 20 Prozent schneller/besser/effektiver arbeitet, wenn man sich bis zum Letzten strapaziert. Effektive Zeiteinteilung und die Entwicklung von Routinen helfen dabei natürlich auch, ebenso wie das Setzen von Prioritäten, also die realistische Einschätzung, was man schaffen muss, und was auch gerne mal unter den Tisch fallen kann.
Von daher schätze ich mein Burnout-Risiko eher gering ein. Die Welt kommt auch gut ohne meine Selbstaufopferung aus, und nur, um mein Ego zu pflegen, werde ich mich nicht bis zum Hals in Arbeit stürzen, um mir meine Erschöpfungsdepression auch zu verdienen.
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