Wie sinnvoll sind Praxisgemeinschaften?

vom 28.06.2016, 17:10 Uhr

Bei den meisten Arztpraxen, denen ich so im Laufe meines Lebens begegnet bin, war das so, dass es zwar Gemeinschaftspraxen gab, die aber in der Regel aus Ärzten derselben Fachrichtungen bestanden haben und die diese geleitet haben. Was zum Beispiel ganz oft vorkommt ist eben, wenn zwei Allgemeinmediziner sich zu einer Praxis fusionieren oder aber mehrere Fachärzte wie Dermatologen oder dergleichen. Ich war wirklich mal in einer Praxis, wo es drei Dermatologen gab, wo ich mir dann eben aussuchen konnte, zu welchem ich gehen möchte.

Was ich eher selten sehe sind Arztpraxen, wo sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammen geschlossen haben, um einen Patienten möglichst ganzheitlich zu betreuen. So wurde ich vor kurzem auf eine Praxis aufmerksam, wo nicht nur ein Dermatologe beschäftigt war, sondern auch ein Internist, ein Orthopäde und ein HNO-Spezialist.

Wie sinnvoll haltet ihr diese Praxisgemeinschaften mit gemischten Spezialisten? Würdet ihr solche Praxen bevorzugt aufsuchen wollen? Warum gibt es dieses Konzept so wenig? Oder ist mir das bisher nur noch nicht so aufgefallen?

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» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -1,02 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich habe so eine gemischte Praxis bisher noch nicht bei uns in der Gegend gesehen oder davon gehört. Ich weiß jedoch, dass bei meinem Hausarzt auch noch eine Ärztin hin und wieder in der Praxis ist, die sich wohl etwas mit Orthopädie auskennt. Die Allgemeinmediziner sind zu Dritt in der Praxis und haben auch alle unterschiedliche Fachgebiete, arbeiten aber alle als Hausärzte.

Ich würde es durchaus in Anspruch nehmen, wenn verschiedene Ärzte sich eine Praxis teilen. Immerhin hat man dann direkt alles vor Ort und muss nicht noch weitere Strecken dafür in Kauf nehmen. Die Sympathie spielt aber sicherlich auch dabei, wie bei jedem Arzt eine entscheidende Rolle.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Sinnvoll muss das doch vor allem erst mal für die beteiligten Ärzte sein. Es ist ja nicht gerade billig sich mit einer Praxis selbständig zu machen und wenn man dann nicht alle Gerätschaften selber anschaffen oder nicht komplett selber bezahlen muss ist das schon sehr hilfreich, gerade wenn man erst am Anfang seines Berufslebens steht und noch nicht so viele Rücklagen hat. Aus diesem Grund findet man dann eben meistens nur Ärzte mit der selben oder ähnlichen Fachrichtung in einer Gemeinschaftspraxis.

Was es aber öfters gibt sind Häuser mit diversen Arztpraxen und da ist es eigentlich auch die Regel, dass man sich an den Kollegen im Erdgeschoss überweisen lassen kann und die Akte weiter gegeben werden kann wenn man das möchte.

Mein Dermatologe teilt sich übrigens eine Praxis mit meinem HNO. In dem Fall liegt das daran, dass die beiden Geschwister sind und das Haus von ihren Eltern geerbt haben. Für meine Ärzte ist das natürlich praktisch, dass sie in der eigenen Immobilie arbeiten können und keine Miete bezahlen müssen, aber für mich als Patientin war der einzige Vorteil, dass ich direkt wusste wo ich einen HNO finde als ich mal einen gebraucht habe.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich muss sagen, dass ich solche Praxisgemeinschaften mit Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen eher nicht so kenne. Sicher kann es praktisch sein, weil man als Patient die Ärzte direkt in einem Haus hat, die man vielleicht mal braucht. Aber sinnvoller finde ich eigentlich die Praxisgemeinschaften mit Ärzten aus einer Fachrichtung. Da hat man oft nicht das Problem, dass die Praxis während des Urlaubs geschlossen ist, weil immer ein Arzt da ist und außerdem kann man eben wählen, zu welchem Arzt man gehen möchte.

» Barbara Ann » Beiträge: 28945 » Talkpoints: 58,57 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



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