Besser Arzttermine durch Hausarzt besorgen lassen?

vom 10.11.2014, 17:35 Uhr

Meine Ärztin wollte, dass ich mich vom Kardiologen untersuchen lasse, weil eine Tablette umgestellt wurde. Das ist zwar schon vor ein paar Wochen gewesen, aber heute habe ich dann angerufen und um einen Termin gebeten. Mir wurde ein Termin Ende März nächsten Jahres gesagt. Auf meine Frage, ob es nicht früher möglich wäre, sagte man mir, dass es schon ein Vorzugstermin sei. Andere Termine wären erst im Mai möglich.

Ich habe dann die Sprechstundenmitarbeiterin meiner Hausärztin angerufen und gefragt, ob sie mir einen früheren Termin beschaffen könne. Nach kurzer Zeit rief sie dann zurück und nannte mir einen Termin für Anfang Dezember. Es sind genügend Kardiologen hier tätig. Da verstehe ich es nicht, dass ein Termin erst in vier bis sechs Monaten frei sein soll. Hat euch auch schon einmal die Sprechstundenmitarbeiterin eures Hausarztes einen früheren Termin besorgen können?

So in etwa war es kürzlich beim Augenarzt. Dort hieß es auch erst, dass Termine erst wieder im nächsten Jahr frei sind. Als ich mich damit nicht einverstanden erklärt habe, bekam ich dann einen Termin im Oktober. Trotz Termin muss man dort immer ein paar Stunden Wartezeit mitbringen. An jeder Ecke gibt es hier Augenärzte und trotzdem keine Termine.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Wenn es so viele Ärzte gibt, gibt es trotzdem noch genug Menschen, damit die Ärzte gut beschäftigt sind, also ist es schon normal, dass keine Termine frei sind. Wenn man dich dann doch dazwischenschiebt ist das für den Arzt auch nicht so angenehm, da er sich ein bisschen Spielraum lassen muss. Dennoch wäre ich nie auf die Idee gekommen über meinen Hausarzt Termine auszumachen. Ich finde, dass man das selber machen muss und damit nicht den Hausarzt belasten sollte. Man kann doch selber sagen, dass es wichtig ist woran es liegt, dass man so einen schnellen Termin braucht und so weiter.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Ja, das mit den Arztterminen ist so eine Sache. Also ich bin der Meinung, wenn man etwas Dringendes hat, sollte man auch einen schnellen Termin bekommen. Ob das nun für den Arzt angenehm ist oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Zumindest bei mir ist das so, das ich nur dann zum Arzt gehe, wenn ich wirklich krank bin.

Und ich denke das ist bei den meisten anderen Leute genauso. Mal abgesehen von der Minderheit der Rentner, die nur zum Arzt gehen, damit sie was zu tun haben oder aber soziale Kontakte haben. Wenn ich eine Kleinigkeit habe oder aber nur zur Vorsorge zum Arzt gehe, dann ist das in Ordnung wenn der Termin etwas weiter in der Zukunft liegt. Aber bei einer Erkrankung hilft es nicht weiter, wenn man in 4-6 Woche einen Termin bekommt.

Genau solch einen Fall hatte ich. Ich hatte immer wieder nach einer Erkältung noch sehr lange den Husten. Der war unproduktiv, es kam also kein Auswurf. Es war teilweise so, das ich einen richtigen Hustenanfall bekam. Mein Hausarzt hat mir dann eine Überweisung für den Pneumologen (Lungenfacharzt) gegeben. Als ich dort anrief, bekam ich einen Termin für in 3 Monaten.

Ich habe dann nicht bei meinem Hausarzt, sondern bei der Krankenkasse (Techniker) angerufen. Dort gibt es einen Terminservice. Die Dame bat mich, ihr 2 Tage Zeit zu geben und dann würde sie mir einen Termin nennen können. Pünktlich nach 2 Tagen rief sie an und gab mir einen Termin für in einer Woche. Ich dachte, siehe da es geht doch. Als ich dann zum Arzt ging, dachte ich dann das die Helferinnen sehr unfreundlich sein würden, weil ich den Termin sozusagen eskaliert habe.Aber mit Nichten. Alle waren sehr freundlich. Und wie sich dann herausstellte habe ich Asthma und muss Spray benutzen.

» Harkoon » Beiträge: 56 » Talkpoints: 19,14 »



Das mit den langen Wartezeiten ist bei uns total normal geworden. Jeder neue Facharzt der sich in unserer Gegend ansiedelt, wird mit einem großen Festakt empfangen und ist binnen Stunden auf die nächsten 6 Monate mit Terminen zugebombt.

Ehrlich gesagt, ich habe bei uns das Gefühl, dass Privatpatienten noch immer vorrangig behandelt werden. Wenn man schon bei der Terminvereinbarung nach der Krankenkasse gefragt wird, weiß man doch was los ist. Ich nehme dann den Termin mit langer Wartezeit und sitze halt einfach aus.

Als es vor vier oder fünf Jahren darum ging, dass eine Mammografie bei mir gemacht werden sollte, sollte ich auch 8 Monate auf den Termin warten. Es bestand zwar Verdacht auf Brustkrebs, aber ich habe dankend abgelehnt. Ob ich jetzt 8 Monate oder ein Leben lang warte um eine Mammografie zu bekommen. Zu spät wäre es in jedem Fall gewesen.

So halte ich das auch heute noch. Und, es scheint wohl kein Krebs gewesen zu sein. Alles von allein weg gegangen.

» Rika Wächter » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Mod am 30.12.2015, 16:45, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


Bisher ist es nur einmal vorgekommen, dass mein Hausarzt für mich einen Termin bei einem Facharzt gemacht hat. Ansonsten wurde mir immer nur gesagt, dass ich bei Arzt XY einen Termin machen sollte.

Ich kenne es auch nur so, dass der Hausarzt nur in dringenden Fällen seine Mitarbeiterinnen irgendwo anrufen und für den Patienten einen baldigen Termin vereinbaren lässt. Das geht das meist auch recht schnell. Ich denke, dass das auch wichtig ist, wenn es eben um eine Erkrankung geht, die schnell untersucht und behandelt werden sollte.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Es kann auch anders gehen, ohne dass man einen Termin ausmachen lässt. Mitte April dieses Jahres bekam ich einen Telefonanruf. Am Apparat war die Sprechstundenhilfe eines Facharztes. Sie sagte: "Frau X sie müssen am xten Juli für drei Tage in das Schlaflabor in xxx". Ich war so perplex, dass ich nicht viel antworten konnte. Ich habe nur gefragt, warum? Sie ging darüber weg und sagte nur, kommen sie vorher zu uns und holen sich eine Überweisung.

In gerade den drei Tagen hatte ich einen neuen Termin beim Arzt. Als ich ihr das sagte, hatte sie sogar noch einen Termin, eine Woche früher. Dann werde ich erst einmal mit dem Arzt sprechen und fragen, was das soll. Ich kenne es nur so, dass man vom Arzt angesprochen wird und sich dann, wenn nötig, einen Termin holt. Aber über meinen Kopf hinweg einen Termin irgendwo zu vereinbaren und zu sagen, sie "müssen", das hatte ich noch nie.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Mein Hausarzt hat mir schon ganz konkret gesagt, dass ich doch die Sprechstundenhilfe einen Termin ausmachen lassen soll, weil das in der Regel wesentlich schneller geht und weil sie natürlich auch nicht erst lange nach einem passenden Facharzt suchen muss.

Der Nachteil dabei ist allerdings, dass man sich dann eben nicht aussuchen kann zu welchem Arzt man geht und groß Wünsche äußern was den Termin betrifft kann man auch nicht. In dringenden Fällen ist mir das natürlich egal, aber wenn es nicht so dringend ist kümmere ich mich lieber selber um meine Termine.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



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