Vor Eingriffen im Internet Erfahrungsberichte lesen?
A hat Beschwerden und laut seinem Hausarzt muss er demnächst operiert werden. Dieser hat ihm auch schon eine Überweisung ausgestellt und ihm zwei Chirurgen in der Nähe empfohlen.
Jetzt macht A aber leider - zumindest in meinen Augen - den Fehler, im Internet ausführlich nach Erfahrungsberichten zu suchen, von Menschen, die so einen Eingriff auch schon über sich ergehen lassen mussten. Diese Berichte beunruhigen ihn nur noch mehr, da die meisten Darstellungen sehr negativ dargestellt werden. A bekommt dadurch nur noch mehr Horror vor dem Eingriff und macht sich so nur unnötig verrückt.
Lest ihr eigentlich vor geplanten Eingriffen im Internet Erfahrungsberichte von anderen Menschen? Was bewegt Menschen dazu, das zu tun? Haltet ihr das für generell sinnvoll oder würdet ihr das vom Eingriff an sich abhängig machen?
Ich habe auch schon öfter im Internet nachgeschaut, wenn mir oder meinem Mann ein Eingriff bevor stand. Aber ich mache das nun nicht mehr. Es hat mich immer nur noch ängstlicher gemacht und meistens schreiben die Leute dann auch in solchen Erfahrungsberichten auch nicht, dass alles halb so wild war. Da werden dann oft die schlimmsten Horrorgeschichten geschrieben.
Natürlich gibt es Risiken, dass weiß man ja auch normalerweise so. Aber die Wahrscheinlichkeit ist ja meist doch eher gering. Ich habe schon mal durch solche Berichte so viel Panik bekommen, dass ich einen Termin verschoben habe. Seitdem ich lese ich im Internet nichts mehr, wenn ich einen Eingriff gemacht bekomme oder eben mein Mann. Ich kann auch nur davon abraten, gerade wenn man eher ängstlich ist.
Überlege dir mal, in was für einem Fall du eher einen Bericht im Internet schreiben würdest. Wenn alles gut gegangen ist und du keine Probleme hast? Oder wenn etwas nicht so wie erwartet gelaufen ist? Wahrscheinlich würdest du eher über Probleme schreiben und genau deshalb ist das Internet auch kein Abbild der Realität.
Wenn man sich dessen bewusst ist und nicht zu den Menschen gehört, die sich bei jeder Kleinigkeit verrückt machen und sich alles mögliche vorstellen und generell eher eine negative Lebenseinstellung haben, spricht aber nichts dagegen sich mal im Internet schlau zu machen.
Ich habe früher auch über alles im Internet recherchiert und das hat es nicht wirklich besser gemacht. Es gibt Ausnahmefälle, wo es sinnvoll sein kann, sich Tipps für die Zeit danach zu holen. Das habe ich bei meiner Weisheitszahn-OP gemacht, um zu wissen, was ich danach neben Babybrei und Suppe noch essen könnte. Allerdings recherchiere ich nicht mehr über mögliche Komplikationen die bei anderen Patienten auftraten.
Durch mein Studium weiß ich schon ziemlich viel was schief gehen kann und mache mich dadurch verrückt. Es gibt andere Personen, welche das lesen und denen es gar nichts ausmacht, allerdings ist das in meinen Augen eher die Minderheit. Meistens fokussiert man sich dann auf die schlechten Beiträge, welche man ja auch hauptsächlich im Internet findet und redet sich ein, dass einen das auch passieren könnte. In meinen Bekanntenkreis ist das selbst bei Personen der Fall, die sonst garnicht ängstlich oder empfindlich sind wenn es um das Thema Krankheiten geht.
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