Wie gefährlich ist Asthmaspray?
Asthmaspray ist ja sehr verbreitet, aber wenn man sich mal diese Studie verinnerlicht, dann kann einem ja schon angst und bange werden. Normalerweise habe ich ja die Asthmasprays, eher in die harmlosere Kategorie von Medikamenten eingestuft, aber wenn die Patienten reihenweise wegsterben, die das Asthmaspray einnehmen, dann man sich schon so seine Gedanken. Wie bewertet ihr diese Aussagen, teilt ihr diese und für wie gefährlich würdet ihr Asthmaspray einstufen?
Asthmaspray ist nicht gefährlich, wenn er richtig angewendet wird. Das sagt der Artikel und das ist auch das, was mir als Asthmatiker schon vor 30 Jahren erklärt worden ist. Außerdem gibt es nicht den Asthmaspray, als Spray verwenden Erkrankte verschiedene Medikamente.
Ich erkläre dir einfach einmal, was passiert, dann verstehst du das Problem ohne Schwierigkeiten. Ich und die anderen Patienten reagieren auf Reize wie Pollen, Staub, Chemikalien oder ähnliche Stoffe oder Kälte mit einer Entzündung ganz tief in den Bronchien. Diese Entzündung führt zu einer Verkrampfung in den feinen Ästen der Lunge, wir bekommen schlecht Luft.
Dann greift man zum erweitertenden Asthmaspray und innerhalb kurzer Zeit lösen sich die Verkrampfungen, man kann wieder atmen. Das ist zwar toll, aber durch die medikamentös richtig weit gestellte Lunge atmen wir noch mehr von den Stoffen ein, die wir nicht vertragen. Wir fühlen uns kurzzeitig besser, tatsächlich wird das Problem aber schlimmer.
Deshalb muss einfach jeder Asthmatiker, der regelmäßig die Bronchien erweiternde Asthmasprays benötigt, konsequent ein zweites Asthmaspray mit Kortison benutzen. Das Kortison vermindert die allergischen Reaktionen und bekämpft die Entzündungen. Vor der minimalen Menge in der Lunge muss man keine Angst haben, die Nebenwirkungen wie Tabletten bleiben aus.
Natürlich weiß man das als Patient alles. Aber man neigt dazu, nicht regelmäßig zu sprühen, wenn es einem gut geht. Ich nehme beispielsweise morgens und abends erst einen langsam aber lange wirksamen Asthmaspray, der die Bronchien erweitert. Nach einer Pause kommt dann Spray Nummer 2 mit Kortison.
Dazu habe ich für den Notfall schnell wirksamen Spray und Tropfen. Wenn ich merke, dass ich öfter die Notfallmedikamente benötige oder meine Lungenfunktion schlechter wird, muss ich meine Dosis Kortison anpassen.
Aber nicht jeder bekommt das erklärt, nicht jeder Hausarzt verschreibt rechtzeitig Kortison, weil er nicht mitbekommt, dass der Patient mittlerweile ständig erweiternden Asthmaspray braucht, und nicht jeder Patient hält die Therapie immer durch. Dann wird es gefährlich, ansonsten ist erweiterndes Asthmaspray ein sicheres und extrem hilfreiches Medikament.
Kortison hat halt auch einen schlechten Ruf. Eines meiner Kinder ist auch mit Asthma betroffen und ich musste auch erst mal schwer schlucken, als es dann Kortison zum Inhalieren bekam. Ich hab mich dann informiert und es war nicht so schlimm wie ich gefürchtet habe. Da ich generell medizinisch interessiert bin, war es für mich auch nicht schlimm, mich da zu informieren. Aber nicht jeder hat auch die Möglichkeit, das was er recherchiert zu verstehen.
Daher kann ich mir auch vorstellen, dass teils sogar die Ärzte das wissen, das Kortison dazu verschreiben, aber manche Patienten das aus Angst eigenmächtig nicht anwenden und sich dann mehr in Gefahr bringen als durch das Kortison. Gerade auch, weil es wohlmeinende Zeitgenossen gibt, die einem den guten Rat geben, das Kortison doch weg zu lassen, obwohl sie keine Ahnung von Medizin haben und das nur vom Hörensagen her wissen. Da hatte ich auch schon Diskussionen führen müssen, die nicht schön waren. Da lässt sich vielleicht manch anderer doch auf den Rat ein und ist dann schlecht beraten.
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