Wie lange entwickelt sich eine Thrombose im Bein?

vom 30.01.2016, 11:01 Uhr

Seit einigen Wochen tut immer wieder mal mein Unterschenkel weh. Es ist von den Schmerzen her auf jeden Fall auszuhalten und auch äußerlich sieht es nicht auffällig aus. Man sieht weder Venen, noch ist er irgendwie angeschwollen.

Allerdings habe ich zwei Medizinstudenten in meinem Freundeskreis, die meinen, dass die Anzeichen auch nicht immer sichtbar sein müssen und eine Thrombose daher auch lange unentdeckt bleiben kann. Ich bin auf die Sache mit der Thrombose gekommen, da mir bewusst geworden ist, dass ich in die Risikogruppe falle (Pille, gelegentliches Rauchen und wenig Sport).

Leider bin ich noch die nächsten zwei Wochen sehr beschäftigt und habe keinen Nerv, schon wieder einen Arzt aufzusuchen, zumal ich in letzter Zeit wegen einiger Wehwehchen schon zu viel Zeit in Wartezimmern zugebracht habe. Wie lange entwickelt sich so eine Thrombose und muss man direkt einen Arzt aufsuchen?

» Cappuccino » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

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Das kann sogar sehr schnell gehen. Einer meiner Freunde hatte eine Thrombose und hat schon im Oktober letzten Jahres erste Anzeichen bemerkt. Er konnte zu dem Zeitpunkt aufgrund der Arbeit und des Vereins nicht viel bewegen und hat kurze Zeit später einen unangenehmen Schmerz im Bein bemerkt, aber er hat sich nicht viel daraus gemacht.

Im Januar traten die Schmerzen wieder auf und es war ihm absolut nicht koscher. Also ist er zum Arzt gegangen, wurde zum Spezialisten weitergeleitet und dort wurde festgestellt, dass er eine Thrombose der tiefen Beinvenen hatte und verdammtes Glück hatte, weil seine Beinvene in zwei Äste übergangen ist. Dadurch wurde die Thrombose halt auch nicht sofort erkannt.

Er hatte außer das bisschen muskelkaterartigen Schmerz auch keine Symptome, aber er kennt seinen Körper einfach sehr gut. Auf jeden Fall würde ich mir die Zeit für einen Arztbesuch schon einräumen, wenn ich mir nicht sicher bin. Eine Thrombose verstopft ja nicht nur die Vene, sie kann im schlimmsten Fall auch wandern. Oft werden kleinere Klumpen auch problemlos vom Körper bereinigt, aber deine Vene ist dadurch geschwächt.

Vielleicht hast du dir aber auch nur einen Muskelfaserriss eingefangen, also es muss nicht mal eine Thrombose sein. Aber wenn du dir nicht sicher bist, suche einen Arzt auf. Weil nur weil man zu einer Risikogruppe gehört, muss es ja nicht auftreten und wenn du deine Venen unterstützt, sollte nichts passieren. Aber lass es bitte abklären, ich wünsche niemandem die Anti-Thrombose-Strümpfe, die richtig Strammen und auch ein Jahr lang Marcumar nehmen, ist auch super unangenehm. Ich habe es bei dem Freund miterlebt und es ging ihm schon auf den Keks.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12599 » Talkpoints: 0,42 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


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