Hausarbeiten erst in den letzten Tagen vor Abgabe beginnen?

vom 29.09.2015, 21:30 Uhr

In dieser Prüfungsphase habe ich mich mit meinen Prüfungen ein wenig abgemüht, weil mir einfach die Zeit gefehlt hat mich an Hausarbeiten und Thesenpapiere zu setzen. Normalerweise würde ich die Arbeiten relativ schnell abhandeln, um wenigstens etwas Freiraum in der Ferienzeit zu haben.

Anders allerdings ein Kommilitone von mir. Der wartet immer auf die allerletzten Tage und schreibt dann unter Druck innerhalb kürzester Zeit seine Arbeiten herunter. Dadurch kommt er auch in ziemliche Zeitnot und arbeitet teilweise die ganzen Nächte hindurch. Warum er nicht bereits früher beginnt, kann er mir auch nicht erklären, er will aber scheinbar lieber bereits vorher die freie Zeit genießen.

Wie handhabt ihr das, schreibt ihr eure Prüfungsleistungen auch erst in allerletzten Sekunde? Oder braucht ihr die Zeit auch für die Arbeit?

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» zuki » Beiträge: 520 » Talkpoints: 3,02 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Leute die lieber ihre Zeit genießen und in letzter Minute anfangen, haben in der Regel nie lange Erfolg. Solche Kandidaten kannte ich in meinem Studiengang nur in den ersten Semestern und danach sind die meisten verschwunden. Inzwischen kenne ich eigentlich niemanden mehr, der das so macht.

Ich denke auch nicht, dass das in irgendeiner Art und Weise gut sein kann. Es gibt ja Leute die behaupten, dass sie den Druck brauchen und dann angeblich auch eine bessere Leistung bringen. Das halte ich für unwahrscheinlich. Dadurch das man weniger Zeit hat, investiert man generell weniger in die Arbeit. Sie kann qualitativ nie an eine Arbeit von jemandem herankommen, der sich schon sehr viel länger Zeit genommen hat.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich fange meine Hausarbeit so früh wie möglich an, damit mir noch genügend Zeit bleibt und auch etwas Unvorhergesehenes passieren kann und ich trotzdem noch genügend Zeit habe. Da ich genügend Schlaf brauche, könnte ich niemals in der Nacht noch an meiner Hausarbeit schreiben.

Auch für einen Test fange ich schon frühzeitig mit dem lernen an, da ich einmal die Erfahrung gemacht hatte zu spät angefangen zu haben und dann musste ich gezwungener Massen unter Druck lerne und das war nichts für mich.

Aber ich kenne auch Leute die erst kurzfristig mit allem beginnen, diese Leute kommen dann immer ganz gestresst an und merken manchmal auch das sie noch was vergessen haben. Aber jeder sollte da seine eigene Methode finden. Manche Leute laufen ja auch erst unter Stress zu Hochtouren auf.

» Sonnenblume56 » Beiträge: 96 » Talkpoints: 26,17 »



Wie definiert man denn "beginnen"? Also wenn man dann erst mit der Recherche anfängt, kann das doch gar nicht gutgehen wie ich finde. Anders sieht es aus, wenn man dann erst mit der Formatierung beispielsweise beginnt.

Ich habe vor 4-5 Monaten beispielsweise begonnen, die ganze Literaturrecherche und das Rausschreiben von brauchbaren Zitaten mit Quellenangaben bei vier Hausarbeiten durchzuführen. Bei durchschnittlich 10 Büchern pro Hausarbeitsthema kommt da schon einiges zusammen. Hinterher musste ich die Sachen nur noch zusammenfassen und entsprechend umformulieren, aber das dauert nicht so lange, wenn man alle anderen Informationen übersichtlich zusammen gestellt hat.

Also wenn man mit dem Zusammenfassen und Formulieren selbst wenige Tage vor Abgabe anfängt, finde ich das gar nicht so schlimm, wenn der Rest lange vorher erledigt worden ist. Ich fange dann immer spätestens 2 Wochen vor Abgabe damit an und habe dann immer noch genug Puffer, falls zeitlich was dazwischen kommen sollte und sich das ganze (leider) verzögert.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich hatte mir während meines Studiums einmal viel zu viel Hausarbeiten vorgenommen, so dass ich sechs Hausarbeiten und meine Bachelorarbeit gleichzeitig schreiben musste, wenn mich nicht alles täuscht. Das war auch richtig stressig, so dass ich eine Hausarbeit auch erst kurz vor Abgabe beginnen konnte. Da hatte ich auch keine ganze Woche mehr Zeit. Das lag aber nicht daran, dass ich die Wochen davor faul gewesen wäre, sondern, weil ich mir einfach zu viel vorgenommen habe.

Überraschenderweise hat das aber alles richtig gut geklappt. Die Hausarbeit musste nur fünfzehn Seiten lang sein, wobei es sich um ein Seminar über einen bestimmten Autor handelte. Ich habe dann ein Thema bearbeitet, welches mit einem Buch des Autors zu tun hatte. In erster Linie habe ich mich nur auf das Buch gestützt, das sehr schnell und für mich einfach zu lesen war, wobei ich aber auch noch andere Literatur gefunden hatte. Ich habe dabei morgens mit dem Schreiben angefangen und war dann tatsächlich am Abend fertig und hatte meine fünfzehn Seiten geschrieben, weil ich da auch so im Schreibfluss war und quasi ohne Pause geschrieben habe.

Nachdem die Arbeit dann geschrieben war, hatte ich noch etwa zwei oder drei ganze Tage, um die Arbeit noch mehrmals durchzulesen und sie zu überarbeiten, was auch wunderbar geklappt hat. Dabei habe ich dann auch eine gute Note dafür bekommen und war selbst auch sehr zufrieden mit meiner Arbeit.

Wenn ich unter extremem Zeitdruck stehe, dann werde ich oft erst richtig kreativ und kann viel mehr schaffen, als sonst. Allerdings würde ich nun nicht freiwillig erst wenige Tage vor Abgabe damit beginnen, eine Arbeit zu schreiben, wenn es anders ginge. Das kann doch auch ganz schön in die Hose gehen, vor allem dann, wenn man sich während der Arbeit nicht hauptsächlich auf ein Buch stützen kann, sondern wirklich alles aus zwanzig Büchern zusammen suchen muss. Das geht dann natürlich auch nicht in so kurzer Zeit, sondern da habe ich auch immer mindestens zwei oder drei Wochen für eine Arbeit gebraucht.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge


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