Letzte Termine beim Frauenarzt in der Schwangerschaft nervig

vom 22.01.2016, 08:09 Uhr

Ich habe heute mal wieder einen Termin beim Frauenarzt und so richtig Lust habe ich darauf ehrlich gesagt nicht mehr. Am Anfang meiner Schwangerschaft hatte ich ein paar kleinere Probleme und da war auch alles für mich noch nicht von den Bewegungen her spürbar, weswegen jeder Termin besonders war und einfach nur ganz toll. Natürlich hört man jetzt noch mal Herztöne und so weiter, aber da ich meinen Schatz ja spüre, weiß ich auch, dass es ihm gut geht.

Das ist auch der Grund, warum ich mittlerweile auch keine Lust mehr habe dahin zu gehen. Alle 2 Wochen finde ich dann auch schon eher unschön, weil ich generell kein Mensch bin, der gerne zum Arzt rennt und ich auch in der letzten Woche dann noch den Beratungstermin im Krankenhaus hatte. Mich würde mal interessieren, ob euch die letzten Termine in der Schwangerschaft beim Frauenarzt auch eher genervt haben oder ob es nur mir so geht. Bei mir liegt es sicherlich auch daran, dass mein Arzt im Dachgeschoss ist und ich jedes Mal die ganzen Treppen laufen muss, was von Mal zu Mal mehr anstrengt.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ich fand die Arzttermine alle insgesamt nervig, da ich auch kein Mensch bin der normalerweise gerne zum Arzt geht. Wenn deine Schwangerschaft soweit normal verlaufen ist, dann hast du die engmaschigen Termine nicht mehr so lange. Erst wenn es über den Termin geht, wird es noch nerviger denn dann kann man dort täglich zum Arzt.

Bei mir wurde in der 27. Woche ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt, dazu eine Plazenta Verkalkung und leichte Gestose. Das hieß für mich, dass ich danach bis zur 30. Woche einmal pro Woche zum Arzt musste, danach bis zur 32. Woche alle zwei Tage. Danach bis zur Entbindung täglich. Das ist nervig sage ich dir, da beneide ich jede darum, die nur alle zwei Wochen hin muss und nicht über Wochen jeden Tag.

Was mich zusätzlich genervt hat, meine Frauenärztin hat direkt nach der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes jedes mal ein Fass aufgemacht. Jeden Termin durfte ich mir anhören, dass dadurch die Kinder vorher schon eine erhöhte Chance haben zu sterben, und Geschichten wie ich hatte gestern eine Patientin die war erst morgens bei mir, am Abend war das Kind tot ... das braucht man wirklich nach einer solchen Diagnose.

Zur Verkalkung wollte sie sich auch nie wirklich äußern wie schlimm es ist und so wurde ich mit Ängsten alleine sitzen gelassen. Später kam noch dazu, dass mir Panik gemacht wurde mein Kind sei riesig, laut ihrer Messung 60cm und über 6000gr. Für mich war diese ganze Panikmache von ihr am Ende der Grund wieso ich nicht mehr wollte und mich für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden habe.

Ein Wechsel klappte leider nicht, da die Frauenärzte hier Mangelware sind und diese keine neuen Patientinnen annehmen, wie leider auch andere Fachärzte. Deswegen war ich zusätzlich gezwungen jeden Tag die 60 Kilometer zu dieser Frauenärztin aufs Land zu fahren, und gerade als hier noch Schnee lag habe ich dafür auch mal gute zwei Stunden Fahrzeit für eine Strecke gebraucht. Im Prinzip war jeder Tag komplett gelaufen nur nach dem Arzttermin.

Ich fand weder das laufen noch Treppen anstrengend, auch nicht am Ende. Das lag vermutlich auch daran, dass ich bis zwei Tage vor dem Kaiserschnitt munter täglich mit dem Mountainbike unterwegs war und auch im Fitnessstudio meine Übungen absolviert habe. Sport in der Schwangerschaft macht doch einiges aus gerade am Ende tut man sich dann einfacher wenn man ein wenig trainiert ist.

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» Sorae » Beiträge: 19435 » Talkpoints: 1,29 » Auszeichnung für 19000 Beiträge


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