Wäre die Mauer auch ohne Gorbatschow gefallen?

vom 09.09.2015, 22:24 Uhr

Der Mauerfall ist nun 25 Jahre her. Damals spielten sich unbeschreibliche Szenen an der innerdeutschen Grenze ab. Die große Frage damals war: Wie reagieren die Russen?

Das Massaker in Peking auf dem Platz des Himmlischen Friedens war noch recht frisch und man befürchtete auf westlicher Seite eine ähnliche Reaktion von Seiten Moskaus. Doch die Kasernentore der Roten Armee blieben zu und alleine wollte kaum ein NVA-Offizier losmarschieren.

Viele schreiben dies Gorbatschow und seiner Politik von Glasnost und Perestroika zu. Glaubt ihr auch, dass ohne die Person Gorbatschow vieles anders gelaufen wäre?

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

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Zum Mauerfall selbst hat doch Gorbatschow nur die Füße still gehalten und seine Soldaten und Panzer in den Kasernen gelassen. Und was die Befehlsränge der NVA angeht, so sollte man wissen, dass sie allein dastanden. Die NVA wurde ja bei den Demonstrationen schon der Polizei unterstellt und immer mehr Soldaten verweigerten entsprechende Befehle. Ansonsten hätten wir auch ohne das Eingreifen der Russen entsprechende Blutbäder im Land gehabt.

Sicherlich hat die Politik von Gorbatschow den Menschen auch den Mut gegeben endlich auf Veränderung zu drängen. Allerdings sollte das nach Gorbatschow eben wesentlich langsamer und behutsamer gehen. Sprich hätte man sich an die Pläne des großen russischen Bruders gehalten, wären am Ende wohl weniger Betriebe in der ehemaligen DDR platt gemacht worden. Die Maueröffnung und Wiedervereinigen wäre dann auch nicht so spektakulär verlaufen und wesentlich später gekommen.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


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