Können so kriminelle Banden von Morgen heranwachsen?
Hier ein Bildausschnitt in einer Siedlung von Duisburg, wo sich Unmengen an Roma niedergelassen haben. Möchte man dazwischen als Deutscher Staatsbürger wohnen? Ganz bestimmt nicht! Hier kann man genauso wenig durchgehen oder durchfahren, wie in Rumänien in dem Ort Barbulesti. Dort kennt man nur einen Ausweg aus der Kriminalität und Arbeitslosigkeit - auswandern nach Duisburg.
In Barbulesti darf sich kein Nicht-Roma verirren, egal ob zu Fuß oder im Auto. Sofort sind Schlägerbanden da. Die überwiegende Zahl der Einwohner von Barbulesti wandert nach Duisburg aus, warum ausgerechnet Duisburg? - das weiß kein Mensch. Ein halb fertiges Haus wartet auf neues Geld zum Weiterbauen. Was schon steht wurde von dem Kindergeld, das die Tochter in Duisburg für ihr Kinder bekommt, gebaut.
Wachsen so die kriminellen Banden von Morgen heran? Nur wenige Eltern sollen ihre Kinder in die Schule schicken, damit sie später mal eine bessere Perspektive haben, als sie selbst. Kinder werden gezwungen zu stehlen; junge Mädchen zwingt der Vater zur Prostitution, so kann das dann aussehen.
Selbst die Türken wollen ihnen nichts verkaufen und in ihren Läden werden sie nicht bedient. Es ist ein trauriges Bild. Aber sie bemühen sich auch nicht, es zu ändern. Statt dessen betteln sie und stehlen. Man wird sagen, dass andere das auch machen. Ja, das stimmt, aber nicht in dem Maße und nicht als Lebensphilosophie.
Die höchst beleidigenden Schimpfworte, die Beamte sich bei Auseinandersetzungen anhören müssen, sind nicht dazu geeignet, wiedergegeben zu werden. Diese Menschen sind arm. Aber das berechtigt sie nicht dazu, sich so zu benehmen. Die Spannung, die zwischen ihnen und anderen Menschen herrscht, ist unerträglich.
In ihren Heimatländern werden sie diskriminiert. Da muss die EU ansetzen, dass sich etwas ändert. Dann müssen auch nicht alle gezwungenermaßen auswandern wollen.
Ich weiß ja nicht, was du uns hier eigentlich weis machen willst. Aber der Bildtitel sagt schon eindeutig, dass es eine Aufnahme aus Bulgarien ist. Was hat das dann bitte mit Duisburg zu tun? Selbst wenn diese Menschen am liebsten nach Duisburg ziehen sollten, ist das doch kein Garant dafür, dass aus ihnen oder ihren Kindern auch Verbrecherbanden werden.
Sorry, aber so ein Horrorszenario baust du dir einfach nur phantasiereich zusammen, auch wenn es da sicherlich ein paar kriminelle Mitmenschen geben mag und die dort lebenden Türken da boykottieren, ist das reine Meinungsmache, weil man eine ganze Menschengruppe verunglimpft.
Punktedieb, komm vorbei und guck dir das Elend an. Dann weißt du, warum viele Menschen hier ein großes Problem damit haben. Die Zustände sind gruselig und die Situation ist für alle Beteiligten unhaltbar. Allerdings ist es völlig unsinnig, zu sagen, dass diese Leute so seien und sich nicht ändern wollten. Die Aussage ist genauso "zutreffend" wie die Annahme, dass alle Empfänger von Arbeitslosengeld 2 arbeitsscheu und asozial sind.
Wer zu Wuchermieten auf engstem Raum in völlig kaputten Wohnungen ohne Wasser und Strom hausen muss, wo der Vermieter nicht für die Müllabfuhr sorgt, der verhält sich selten anders. Prostitution, Arbeiterstrich, Betteln und Diebstahl sind dann eben die einzige Möglichkeit zum Überleben. Genauso wie man natürlich ständig auf der Straße ist, drinnen ist es schließlich noch schlimmer.
Und das schlimmste an der Situation ist, dass das Leben so schon besser als im Heimatland ist und die Perspektive volle Sozialleistungen oder Job geradezu paradiesisch wirken. Man kann es den Menschen nicht verdenken, wenn sie hierher kommen.
Das "die" durchaus anders leben, wenn man ihnen die Chance dazu gibt, das zeigt eine Familie in meiner Nachbarschaft. In eines der besten Häuser unserer Straße sind vor etwa 9 Monaten Roma eingezogen. Sie leben mit 3 Generationen auf 90 qm. Es ist eng, aber nicht überbelegt. 2 Männer haben Arbeit, daher ist die Finanzierung gesichert.
Obwohl das Haus in gutem Zustand ist, haben sie den Balkon saniert und die Pflege des Vorgartens optimiert. Die klauen nicht, die sind sauber und ordentlich und "sogar" sehr nett. Und das sind keine Exoten, die Familie hat viele Kontakte zu denen, die unter elenden Bedingungen leben. Vorher haben sie auch so gelebt, was blieb ihnen ohne Job übrig?
Punktedieb, das war nicht beabsichtigt, hier ein falsches Foto zu liefern. Für dich hier ein anderes, was aus Duisburg ist. Solltest du nun sagen, es ist schon älter - es bieten sich solche Bilder überall an. Ich will dir auch nichts weismachen. Wenn du die entsprechenden Berichte über die dortigen Zustände lesen würdest, hättest du möglicherweise eine andere Ansicht.
Ich habe nicht geschrieben, dass das Leben dieser Menschen ein Garant für spätere Kriminalität ist, sondern, dass viele Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken und die Kinder statt dessen zum betteln und stehlen angelernt und angehalten werden. Wenn die Kinder aber keinerlei Schulbildung haben, kaum Deutsch sprechen, wo sollen sie dann später eine Arbeit finden und von dem Geld leben können?
Also wird es ihnen gehen, wie ihren Eltern und Großeltern usw. Ist da die Frage nicht berechtigt, dass unter solchen Zuständen diese heutigen Kinder zu kriminellen Banden herangezüchtet werden? Stehlen können sie ja jetzt schon.
Ich glaube ganz bestimmt, dass diese Kinder viel lieber mit anderen spielen würden, als betteln und stehlen zu müssen. Auch die Schule, die man ihnen vorenthält dürfte ihnen wichtiger sein. Aber das sehen eben nicht alle Eltern ein, weil viele selbst keinerlei Bildung haben und keine Schule besuchten.
Wenn cooper75 von einer Familie berichtet, die es geschafft hat, diesen Zuständen zu entrinnen, finde ich das bewundernswert und man sollte es als Vorbild für andere sehen. Nur bei der hohen Zahl von Roma in Duisburg ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Das Problem bleibt einfach bestehen, weil es keine Lösung gibt. Es gibt keine Angebote, die Situation zu ändern, aber es gibt eine Aussicht auf ein besseres Leben in einigen Jahren. Also halten die Menschen irgendwie durch. Gleichzeitig haben sie aber das Gefühl, keine Chance zu haben, das motiviert nicht gerade zur Integration.
Es gibt begrenzte, ehrenamtliche Hilfen, die nur das allergrößte Leid lindern. Wer hier auf dem Arbeiterstrich landet, der Macht oft die Erfahrung, äußerst abfällig behandelt zu werden, um seinen Hungerlohn geprellt zu werden und irgendwo im Nirgendwo stehen gelassen zu werden.
Prostituierten geht es nicht besser. 5 Euro und kein Kondom, das ist unglaublich. Zu junge Mädchen werden zu solchen Bedingungen zwar von ihren Eltern geschickt. Allerdings hängt das Überleben der ganzen Familie daran. Mit deutschen Freiern habe ich persönlich ein noch größeres Problem.
Wer selbst ungebildet ist, ständig umziehen muss, nachts nicht zur Ruhe kommt und die Einkünfte aus dem Betteln braucht, der schickt seine Kinder nur selten zur Schule. Auch das kann man den Menschen nur schwer vorwerfen. In meiner Generation mussten viele Kinder eine Lehre machen, weil sich den Eltern der Sinn eines Studiums nicht erschlossen hat. Mädchen wurden oft ohne Lehre in Fabriken geschickt, weil sie sowieso heiraten. Das war auch hier vor kurzem noch Realität.
Es muss einfach ein Konzept her und das fehlt bisher leider. Denn für die Menschen in der Nachbarschaft ist das ebenso unhaltbar wie für die Betroffenen selbst. Und wie schlimm es hier ist, das sieht man an der Hochzeitsmeile. Für Türken in ganz Europa ist die Straße ein Begriff. Nirgendwo gibt es so viel Auswahl und alle nötigen Geschäfte auf einem Fleck. Wenn diese Geschäftsleute darüber nachdenken, woanders hinzugehen, dann ist es schlimm.
Ich scheine hinter dem Mond zu leben. Hochzeitsmeile war mir bisher kein Begriff. Ich musste erst einmal nachsehen. Das ist interessant, dass es gerade in einem Brennpunkt möglich ist, eine solche Geschäftsstraße zu schaffen. Ich war noch nie in Duisburg, obwohl ich nicht sehr weit entfernt wohne.
Solche Eltern, die ihre Kinder auf den Straßenstrich schicken unter den von dir genannten Voraussetzungen, die sollte man einsperren. Bestimmt leidet die Familie Not, aber sie bekommen doch sicher vom Sozialamt das Nötigste oder Gutscheine für Lebensmittel. Woher weißt du das alles so genau? Arbeitest du im sozialen Bereich? Dann alle Achtung, ich könnte das nicht, das würde ich nicht aushalten. Das was du berichtest, ist ja noch schlimmer als das, was man so liest.
Durch dich habe ich heute schon einiges kennengelernt, was mir fremd war. Zum Beispiel: „Arbeiterstrich“ hatte ich nie gehört. Wie ich dann auch gelesen habe, soll sich der Zoll damit befassen und schon etwas bewirkt haben, nur leider zu wenig. Wenn die Menschen dann noch um ihr schwer verdientes Geld geprellt werden, ist das der Gipfel. Ich nehme an, weil es illegale Arbeit ist, kann auch niemand dagegen angehen. Diejenigen, die sie prellen, sind wahrscheinlich noch die eigenen Landsleute, die sie als Schleuser irgendwohin zur Arbeitsstelle bringen.
Das sind wirklich alles schlimme Dinge, die die Menschen hier erleben müssen. Hätte ich ehrlich nicht für möglich gehalten. Ein Konzept wurde EU-weit mal erarbeitet doch leider nie umgesetzt. Jedes Land tut sich schwer damit.
Cid, für diese Menschen gibt es weder Hartz IV, noch Sozialgeld oder Lebensmittelgutscheine. Sie haben erst dann einen Anspruch auf solche Hilfen, wenn sie entweder wenigstens für kurze Zeit eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit hatten oder mindestens 5 Jahre im Land gewesen sind. Bis dahin gibt es ausschließlich Kindergeld.
Ein 450 Euro Job reicht nicht aus, um irgendeinen Anspruch zu erwerben. Selbst die Tafel ist kaum zugänglich, weil die entsprechenden Nachweise fehlen. Man benötigt nämlich einen Bescheid über Arbeitslosengeld 2, Grundsicherung, eine Lohnabrechnung oder einen Rentenbescheid, um einen Tafelausweis zu erhalten.
Diese Menschen sind aufgrund der EU-Freizügigkeit hier. Die Suche nach Arbeit begründet keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Es gibt keine Krankenversicherung, nur die Sprechstunde der Kirche sorgt für eine Versorgung auf unterstem Niveau. Aber das sind alles Ehrenamtliche und die Medikamente sind Spenden.
cooper75 hat geschrieben:Es muss einfach ein Konzept her und das fehlt bisher leider.
Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist ob ein Konzept auch tatsächlich angenommen würde? Viele kommen hier her und wollen so leben, wie das in Ihren Heimatländern üblich ist und weichen da keinen Zentimeter von ab. Da kannst du integrieren wollen wie Du lustig bist, das wird nicht passieren.
Wenn ich irgendwo hingehe, dann versuche ich mich so gut wie möglich anzupassen, zumindestens in der Öffentlichkeit. Was ich in meinem privat Bereich, wie auch immer der aussehn mag, tue bleibt dann meine Sache.
Aber genau damit fehlte es einigen...der Integrationswille ist gar nicht gegeben und das ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Man sieht es ja jetzt schon teilweise in gewissen Bezirken von Großstädten und ich glaube auch nicht, dass das auf Dauer gesehen besser wird. Armes Land...
Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass ein EU-Land Menschen aus anderen EU-Ländern einfach sich selbst überlässt und nicht dafür sorgt, dass sie etwas Essbares haben. Zumindest die Tafel sollte man ihnen öffnen.
Ich selbst bin schon lange aus der Kirche ausgetreten. Aber alle Achtung, dass hier die Kirchengemeinde hilft, das hätte ich nicht erwartet. Da werden wohl Mediziner im Namen der Kirche die nötigste Versorgung vornehmen. Was passiert, wenn jemand ernstlich krank ist und die Behandlungskosten im Krankenhaus in die Tausende gehen? Wer bezahlt die Entbindung im Krankenhaus? Springt dann der Staat ein oder behandelt das Krankenhaus ohne Honorar oder zahlt die Kirche? Ich hoffe nicht, dass man in solchen Fällen die Augen zu macht und den Menschen sich selbst überlässt.
Anfangs habe ich es ja genau so gesehen, wie White42, dass sie sich gar nicht ändern wollen und ihnen das Leben so gefällt, wie es seit Urzeiten bei ihnen gelebt wurde. Aber cooper75 hat doch einige Beispiele gebracht, dass sie aus dem Sumpf heraus wollen, aber nicht können, weil eben die Arbeit fehlt und dadurch das Geld. Da kann ich nur wünschen, dass es sich wirklich mal bei dem größten Teil der Menschen ändert, nicht nur bei einigen Einzelfällen.
Ähnliche Themen
Weitere interessante Themen
- DM bringt neue Kosmetikmarke namens "trend it up" raus 253mal aufgerufen · 2 Antworten · Autor: Prinzessin_90 · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Gesundheit & Beauty
- DM bringt neue Kosmetikmarke namens "trend it up" raus
- Wie oft mistet ihr Beautyprodukte aus? 2410mal aufgerufen · 14 Antworten · Autor: beere · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Gesundheit & Beauty
- Wie oft mistet ihr Beautyprodukte aus?