Gegnerische Anwälte berufliches und privates trennen schwer?

vom 10.08.2015, 10:59 Uhr

Meine Cousine musste neulich wegen Streitigkeiten vor Gericht und erzählte vor ein paar Tagen von der Gerichtsverhandlung in der es um einiges auch ging. Sie meinte, dass ihr Anwalt und der Anwalt ihres Gegners sich vor Gericht fast zerfleischt hätten. Sie haben sich angeschrien und man dachte, dass die beiden sich echt nicht leiden können. Sie warfen sich auch beim Rausgehen wohl noch bitterböse Blicke zu.

Aber sie meinte, dass sie dann auf die Toilette gegangen sind und auf dem Flur sah sie die beiden Anwälte miteinander reden und lachen und der eine Anwalt meinte dann, dass er doch mit seiner Frau mal wieder kommen soll und dann würden sie ein wenig feiern. Meine Cousine fand das schon ein bisschen befremdlich. Sicher ist es so, dass man vor Gericht die Interessen der Mandanten vertritt. Aber irgendwie kam meine Cousine das vor wie Schauspielerei.

Findet ihr es schwer, dass man in diesem Beruf privates und berufliches trennt? Sollte man das vor der Mandantschaft nicht so zeigen?

Benutzeravatar

» MissMarple » Beiträge: 6786 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Mich mich wäre es ein Unding, jemanden einzuladen, der mich vorher angeschrien hat. Abgesehen davon, dass ich solch ein Verhalten vor Gericht für dem Berufsstand unangemessen und unprofessionell halte.

Wenn ich privat mit jemandem umgehen möchte, dann erwarte ich von diesem auch im Falle einer gegnerischen Haltung vor Gericht ein professionelles Verhalten. Meiner Meinung nach ist das eine Frage von Anstand.

Nach solch einem Vorfall noch zu trennen, halte ich für sehr schwierig.

» tok_tumi » Beiträge: 837 » Talkpoints: 1,20 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^