Was motiviert Wilderer?

vom 03.08.2015, 11:38 Uhr

Zur Zeit ist ja das Thema Wilderei ziemlich aktuell in den Medien seitdem der afrikanische Löwe Cecil aus seinem Naturschutzgebiet gelockt und dann getötet und gehäutet wurde. Der Wilderer, der dafür verantwortlich ist, hat seitdem mit Shitstorms zu kämpfen und viele Tierschützer fordern eine hohe Strafe für sein Verhalten.

Aber was ich nicht so ganz verstehe ist, was motiviert solche Wilderer überhaupt? Sind das irgendwie Psychopathen? Ich kann nicht verstehen, wie man ein Lebewesen aus purem Vergnügen töten und quälen kann und nicht um selbst zu überleben. Ich finde es ist eine Sache, wenn man ein Tier töten muss, weil es seinen selbst sonst fressen würde oder weil man sonst verhungern würde und nichts zu essen hätte. Aber das Töten aus Spaß an der Sache erscheint mir sehr befremdlich.

Könnt ihr verstehen, was solche Wilderer motiviert? Was muss denn in deren Entwicklung schief gelaufen sein, dass man sich unbedingt auf so eine erbärmliche Weise "aufwerten" muss?

Benutzeravatar

» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Tja... gute Frage. Ich vermute das es entweder Geld oder mangelndes Selbstwertgefühl ist, was diese Menschen antreibt. Der Löwe ist ja momentan nur ein kleines Beispiel dafür. Aber wie ist es denn mit Elfenbein oder Schlangenleder? Ich finde es hirnlos Tiere nur für den Wohlstand mancher Menschen Tiere zu töten.

Diese Menschen die sich das zur Aufgabe gemacht haben, sind meiner Meinung nach Krank und geldgeil. Diesen Menschen gehört die Haut abgezogen, um traumhafte Ledertaschen daraus zu machen. :wall: Ich bin auch für höhere Strafen für Wilderei, denn das muss unterbunden werden.

» Faye-chan » Beiträge: 22 » Talkpoints: 6,98 »


Auch wenn das heute für uns ganz fremd, ist aber früher war es ja durchaus normal, dass gewisse Kreise auf Jagd gegangen sind, dass Füchse oder Bären bei großangelegten Aktionen gejagt wurden oder Jägertrupps in den Wald zogen und darum konkurrierten, wer etwa die meisten Hasen erlegt hat.

Das ist auch ein Teil deutscher Kulturgeschichte und selbst bezogen auf Afrika war es auch früher nichts vollkommen Undenkbares, dass sich Vermögende auf die Großwildjagd gemacht haben und etwa Giraffen, Elefanten oder Nashörner erschossen haben.

Warum kann ich auch nicht sagen, ich kann mich schlecht in die damalige Mentalität hineinversetzen. Vielleicht ist es eine Demonstration von Macht und Männlichkeit, im Sinne von Jagen als Aufnehmen des Kampfes gegen die Kraft der Natur.

Vielleicht will man dann etwas Beeindruckendes haben, was man sich ins Wohnzimmer stellen kann. Vielleicht hatten die Menschen auch Angst vor diesen Tieren und wollten deren Zahl dezimieren oder mit der Jagd angeben. Und bei manchen scheint das noch heute so zu sein.

» Zitronengras » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Natürlich mussten die Menschen früher auch jagen gehen um so zu überleben oder ihre Familien ernähren zu können. Das war doch aber eine ganz andere Zeit. Heutzutage ist das absolut nicht mehr nötig.

Ich finde diese Wilderei auch total unverständlich und begreife nicht, wie man so etwas bloß tun kann. Sowas ist echt schon psychopathisch. Tiere sind wunderbare Lebewesen, die man nicht einfach töten soll. So was grenzt für mich schon an Mord.

» elli.fant06 » Beiträge: 1009 » Talkpoints: 0,96 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^