Angst vor einer ungewissen Zukunft haben?

vom 19.07.2015, 13:24 Uhr

In einem Sprachkurs hatte ich mit einer fachfremden Kommilitonin zu tun, mit der ich mich auch angefreundet habe. Wir verstehen uns wirklich klasse und sprechen auch hin und wieder über persönliche Ansichten und Probleme. Sie ist nun schon im höheren Semester, aktuell ist es glaube ich das 14. Semester oder so. Sie hat nie die Uni gewechselt und ist auch nicht bei einer Klausur durchgefallen oder so. Sie lässt sich einfach Zeit mit den einzelnen Modulen und hat es auch gar nicht wirklich eilig mit dem Abschluss. Mittlerweile hat sie aber den Sprachkurs - das letzte Modul - abgeschlossen und muss nur noch die Abschlussarbeit schreiben, damit sie endgültig fertig ist.

Sie vertraute mir einmal an, dass sie sich vor der unbekannten Zukunft fürchten würde und deswegen gezielt das Studium dehnen würde wie Kaugummi. Sie hätte einfach Angst, dass eine Zukunft auf sie zukommen würde, die ihr nicht gefällt und mit der sie nicht klar kommen würde. So weiß man im Studium im Normalfall auch gar nicht, in welche Gegend und zu welchen Arbeitgeber es einen verschlagen wird und das würde ihr eben sehr große Sorgen machen und Ängste auslösen.

Solche Ängste habe ich persönlich nicht. Ich frage mich schon manchmal, was auf mich zukommen wird. aber Angst ist dafür das falsche Wort. Ich bin eher zuversichtlich, dass ich jede Herausforderung meistern werde wie eine Katze, die immer auf den Füßen landen wird. Wie ist das bei euch? Habt ihr Angst vor der unbekannten Zukunft? Wie kann man jemandem helfen, der Angst vor der Zukunft hat? Gibt es da irgendwelche tröstenden Worte, die helfen können?

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich mache mir auch eher weniger Sorgen. Wenn es mir mal nicht gefallen sollte, was ich mache, dann versuche ich eben etwas Neues anzufangen. Man hat doch heutzutage so viele Möglichkeiten, sich auch selber weiterzubilden, dass man sich da keine Sorgen mehr machen sollte. Meiner Meinung nach ist es aber gerechtfertigt ein bisschen Angst vor dem Ende des Studiums zu haben, weil dann einfach alles anders ist und man ja auch erst mal etwas finden muss, aber das ist ja auch nur eine Phase, die man eben mitnehmen muss.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Vielerlei konkrete Lebenssituationen, die von außen her gesehen nicht gerade schmeichelhaft für einen selbst erscheinen, versucht man zu verschleiern, oder schönzureden, oder aus dem eigenen Paar Schuhe herauszuziehen und in die frischgekauften Sandalen anderer hineinzustecken.

Dabei ist das 14. Semester noch wirklich nichts, wofür man sich schämen muss. Das 28. Semester wäre schon eher der Zeitpunkt, um sich dafür zu entscheiden, den Freunden und Bekannten von Zukunftsängsten in Kenntnis zu setzen.

» Theren » Beiträge: 26 » Talkpoints: 12,68 »



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