Anblick von moderner "Sklaverei" befremdlich?

vom 27.04.2015, 09:25 Uhr

Eine meiner Dozentinnen ist sehr gefragt auf ihrem Gebiet. Sie ist Entwicklungshelferin und hat auch sehr viele Jahre in diversen Ländern Afrikas verbracht um dort eben ihre Arbeit zu tun. Sie hat sogar ein Kind, das dort geboren und aufgewachsen ist. Seit einigen Jahren ist sie wieder bei uns am Institut und widmet sich der Lehre.

Diese Dozentin habe ich schon mehrmals nach irgendwelchen Seminaren beobachten können. Es war nämlich meistens so, dass ich genau in den Raum rein musste, sodass ich eben mitbekommen habe, wenn sie den Raum verlassen hat und woanders hin ging. Dabei stellte ich dann fest, dass sie scheinbar einige "Sklaven" hatte. Sie hatte immer sehr viel Material mitgebracht und da sie klein und zierlich ist, konnte sie unmöglich alles tragen. Also ging sie in der Regel voraus und mehrere afrikanisch aussehende Studenten trugen ihr ihr Gepäck hinterher.

Mir ist klar, dass es keine Sklaverei gibt und dass das vermutlich Austauschstudenten aus Afrika sein werden, die hier ihre Abschlussarbeiten schreiben und bei denen diese Dozentin eben der beste Ansprechpartner für die neue Situation sein wird. Dennoch finde ich diesen Anblick jedes Mal seltsam, wenn ich afrikanische junge Menschen sehe, die einer weißen Frau Gepäck hinterher tragen.

Findet ihr den Anblick von moderner "Sklaverei" befremdlich? Oder denkt ihr euch da nichts bei?

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Warum sollte ich mir etwas dabei denken? Man kann auch rot mit gelben Punkten sein und anderen Menschen etwas hinterher tragen. Ich denke, dass es wichtig ist im Hier und Jetzt zu leben und das nicht mit der Sklaverei zu verbinden, die es wirklich mal gab, denn so ein paar Bücher tragen und das noch freiwillig kann man nicht als solche bezeichnen.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


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