Was treibt Menschen dazu zu morden und zu töten?

vom 24.05.2014, 21:06 Uhr

Was treibt einen Menschen dazu, zum Mörder zu werden, was treibt ihn an? Handelt es sich um einen Auftragsmord ist klar, was ihn antreibt: Das Geld! Kann ein Angeber einen Mord nur aus dem Grund begehen, um sich zu profilieren? Oder wird er nicht so weit gehen? Aus reiner Neugier sind schon Morde begangen worden, nur um zu sehen, wie sich im Moment vor dem Exitus der Gesichtsausdruck ändert und die Augen entsetzt gucken. Das könnte dann im Foto festgehalten werden. So passiert es jedenfalls im Film. Was ist mit der Langeweile? Kann jemand aus Langeweile einen Mord begehen? Oder ist das zu profan? Vorstellen kann ich mir sehr gut Motive wie Wut, Zorn, Rache, enttäuschte Liebe oder Mitleid.

Ich hörte heute wieder in den Nachrichten von Morden im Jüdischen Museum in Brüssel. Näheres weiß ich nicht. Aber hier könnte das Motiv Hass sein oder wie seht ihr das? Immer wieder kommt es zu solchen Gewaltszenen und nimmt kein Ende. Einer dreht durch und nimmt viele Menschen mit in den Tod. Das ist alles so sinnlos. Keiner weiß, ob er nicht der nächste ist. Sensible Menschen machen sich bestimmt viele Gedanken darüber. Alle wissen es: Mord wird bestraft! Und doch interessiert es den Mörder nicht. Warum nicht? Glaubt er, nicht erwischt zu werden?

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Dass ein Mensch zum Mörder wird kann sicherlich extrem viele Gründe haben. Beispielsweise Religion oder eine Störung der eigenen Psyche. Rache spielt aber auch eine Rolle. Es sind schon viele Morde passiert, weil sich jemand rächen wollte. Der Hauptgrund wird aber eine Störung der Psyche sein, beispielsweise bei Sadisten oder Narzissten. Jeder kann im Prinzip zu einem Mörder werden, wenn die Umstände es hergeben.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Die meisten Morde sind Beziehungstaten, sprich, Täter und Opfer kannten sich. Anscheinend ist das für die Medien aber weniger interessant, weil sie sich mit großer Freude auf die relativ wenigen Fälle stürzen, in denen zwischen Täter und Opfer keine Beziehung bestand.

Das mag aber auch daran liegen, dass ein Fall, in dem eine Frau von ihrem eifersüchtigen Ehemann umgebracht wurde schneller aufgeklärt ist als wenn die Frau zufällig zum Opfer wurde, weil sie einen Einbrecher überrascht hat.

Berichte über Morde in den Medien führen bei mir übrigens nicht zu einer Panikreaktion und der Annahme, dass ich die nächste sein könnte. Das fände ich reichlich übertrieben und paranoid. Die Gefahr an so etwas wie Krebs zu erkranken ist wahrscheinlich wesentlicher höher und auch da gerate ich nicht Panik, wenn ich höre, dass irgendjemand in meinem Umfeld Krebs hat.

Mord wird bestraft! Und doch interessiert es den Mörder nicht. Warum nicht?

Die Logik dieses populären Argumentes verstehe ich ja auch nie. Wenn du dir Gedanken über eine mögliche Strafe machen würdest, würdest du die Tat doch wahrscheinlich gar nicht begehen, weil du dann davon ausgehen würdest, dass man dich erwischt. Das denkt aber niemand, der einen Mord plant. Bei einer Tat im Affekt, die letztendlich nicht als Mord gewertet wird, ist das sicher anders, aber nicht bei einem geplanten Verbrechen.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich denke, Verzweiflung ist ebenfalls ein Grund dafür. Man sehe sich nur die ganzen Amokläufer in den Schulen an. Meist sind es Kinder und Jugendliche, die unglaublich viel gemobbt worden sind und keinerlei Hilfe von irgendwem bekommen haben. Zudem auch noch viele Probleme in der eigenen Familie haben. Da wird jeder einzelne Tag zur puren Qual.

Und irgendwann platzen diese Menschen einfach, greifen zu irgendeiner Waffe und bringen die um, die ihn gemobbt haben und die, die ihm nicht geholfen haben. Sie haben bereits ein schreckliches Leben, also ist es ihnen auch egal, was mit ihnen passiert. Sehr oft nehmen sie sich nach solchen Taten auch einfach das Leben, weil es ein Ausweg aus der täglichen Qual ist und auch eine Flucht vor der Strafe bietet, die zwangsläufig nach ihrer explodierten Verzweiflung folgen würde.

Wenn ich so etwas immer in den Nachrichten höre, macht mich das wirklich sehr traurig, denn so eine Verzweiflung muss diese jungen Menschen förmlich zerreißen. Da habe ich einfach unglaublich viel Mitleid mit den "Tätern", weil sie einfach keinen anderen Ausweg aus ihre Situation sehen.

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» Divia » Beiträge: 745 » Talkpoints: 55,66 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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