Angst neben einem Vulkan zu wohnen?

vom 28.11.2014, 23:58 Uhr

Ich wohne etwa zwei Stunden von der Eifel entfernt und dort gibt es auch ein sehr schönes Vulkanmuseeum, was man besichtigen kann. Es schließt sich dort auch eine Vulkantherme an und die würde ich gerne mit meinem Freund besuchen. Mein Freund kennt dieses Museum auch bereits und erzählte mir, dass er damals mit der Schule dorthin gefahren sei. Man habe damals auch über die vermehrten Aktivitäten des Vulkans gesprochen und man könne davon ausgehen, dass der Vulkan innerhalb der nächsten 10.000 Jahre auf jeden Fall noch hochgehen wird.

Sollte das passieren, dann bin ich in meiner zwei Stunden Autofahrt entlegenen Stadt leider auch nicht mehr sicher und könnte durch den Vulkanausbruch sterben. Das ist natürlich nicht sonderlich beruhigend und eine weitere Möglichkeit zu Sterben. Allerdings gibt es natürlich auch die Möglichkeit, dass ein Meteorit in mein Haus einschlagen könnte.

Habt ihr selbst möglicherweise auch Vulkane in eurer Nähe und falls ja, sind diese aktiv? Geht eine realistische Gefahr von ihnen aus? Habt ihr Angst, dass diese mal hochgehen könnten oder beeindruckt euch das wenig und verlasst ihr euch eher darauf, dass ihr nicht mehr zu den Generationen gehören werdet, die das miterleben müssen?

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Wenn die Gefahr in der Eifel wirklich so groß wäre, dann hätte man schon davor gewarnt. In Deutschland wird doch alles bis ins Detail überwacht. Interessant ist es aber trotzdem zu wissen. Aber wenn du dich da so unsicher fühlst, dann solltest du einen Umzug in Betracht ziehen. Aber wie gesagt, man würde euch schon früh genug warnen. :)

» Inuki888 » Beiträge: 7 » Talkpoints: 2,30 »


Dein Freund hat recht, die Eifelvulkane sind unterschwellig aktiv und haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, wieder auszubrechen. Ich wohne auch nicht so weit von der Eifel weg und habe schon oft Ausflüge zu den Maaren gemacht. Diese sind tiefe Seen, die sich in den Vulkankratern, aus denen einst die Lava aus der Erde strömte, gebildet haben. Die Seen sind sehr tief und man kann im Sommer darin schwimmen.

Die Eifel ist auch insgesamt, ohne direkten Vulkanausbruch, seismographisch noch sehr aktiv. Es gibt immer wieder kleine und weniger kleine Erdbeben. Die kenne ich seit meiner Kindheit. Immer wieder kommt es vor, dass plötzlich im Schrank die Gläser klirren oder die Bilderrahmen an der Wand schlackern, weil ein kleiner Erdstoß in der Nähe der Eifel stattgefunden hat.

Das größte Erdbeben, dass ich in der Region selbst mal erlebt habe, war im Jahr 1992. Da bebte hier morgens früh die Erde mit einer Stärke von 5,9. Das war ziemlich heftig. Ich weiß noch, wie ich versucht hatte, aus dem Bett zu steigen, aber durch die Erdstöße war das fast nicht möglich. Das Beben war vor allem ziemlich laut. Es klang so, als würde ein Schnellzug in den Bahnhof einfahren. Als ich dann später auf die Arbeit fahren wollte, waren viele Straßen durch die herabgefallenen Kamine von den Häusern nicht befahrbar.

Das sollte Dich aber nicht davon abhalten, trotzdem mal in die Eifel zu fahren. Ein Vulkan bricht nicht abrupt aus. Das würde sich vorher durch zahlreiche Erdstöße und Aktivitäten an der Erdoberfläche ankündigen. Da würde wahrscheinlich vorher eine ziemlich große Region evakuiert werden und auch die Nachbarländer wie Luxemburg, Belgien, Frankreich wären davon betroffen.

» opinion » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich sehe das etwa lockerer. Ich wohne etwa eine Autostunde von der Eifel entfernt und mich würde es so gesehen eher und schneller erwischen als dich. Bei uns in den Naturwissenschaften wurde das Thema Vulkanismus sehr ausführlich durchgekauft und es wurde auch sehr gut besprochen wie Vulkane überwacht werden unter anderem durch die Aufzeichnung der seismographischen Wellen um sogar die Mikro-Erdbeben feststellen und dokumentieren zu können selbst wenn wir als Menschen diese ohne den Seismographen gar nicht bewusst wahrnehmen würden.

Man hat ja auch sehr viel gelernt über die Entwicklung von Vulkanausbrüchen, klassisches Beispiel ist hier der Ausbruch des Mount St. Helens in den USA. Dort hat man die Entwicklung auch Wochen vorher prognostiziert und die Menschen entsprechend gewarnt und evakuiert. Es sind zwar auch etwa 47 Menschen ums Leben gekommen, das liegt aber nicht daran, weil sie nicht vorgewarnt wurden.

Das hatte eher den einfachen Grund, dass diese Menschen sich geweigert haben, ihr Haus zu verlassen, obwohl man sie vor den Konsequenzen gewarnt hatte. Da kann ich nur sagen selbst Schuld, wenn man helfen will, aber die anderen lassen sich nicht helfen.

Ich las vorhin auch, dass wohl ein Vulkanausbruch auf den Kap Verde Inseln bevorsteht und die Menschen jetzt schon vorsorglich evakuiert werden. Man sieht also, dass die Forscher auch nicht gerade schlafen und die Bevölkerung entsprechend vorwarnen und Sicherheitsmaßnahmen einleiten, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Ich habe keine Angst vor einer möglichen Eruption der Eifen, ich vertraue da schon den Experten. Ich persönlich hätte viel mehr Angst, wenn das Atomkraftwerk, das vor Jahren mal direkt in der Eifel gebaut wurde in Betrieb genommen worden wäre. Glücklicherweise hat man nach der Fertigstellung gemerkt, dass die Eifel wohl nicht der allergünstigste Standort für ein Atomkraftwerk wäre und hat es dann nach Fertigstellung wieder abmontiert.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich wohne etwas weiter weg von der Eifel, vielleicht drei oder vier Stunden Autofahrt. Ich war auch noch nie dort. Auch weiß ich nicht, ob bei mir in der Nähe irgendwelche Vulkane sind, die eventuell vielleicht sogar irgendwann ausbrechen könnten. Sorgen mache ich mir deswegen aber keine.

Selbst wenn der Vulkan in der Eifel irgendwann ausbrechen würde, verschont bliebe auch mein Zuhause nicht. Man muss sich nur mal an die Zeit der Dinos erinnern, kurz bevor diese ausstarben. So wie ich gehört habe, sollen kurz vor dem Einschlag des Meteoriten vor 65 Millionen Jahren auch etliche Vulkane ausgebrochen sein.

Die Aschewolke dieser Vulkane reichte auch hunderte Kilometer, sodass Tiere, die in hunderten Kilometern Entfernung den Ausbruch des Vulkans zwar gespürt haben, aber nicht fliehen konnten, weil es sie doch noch erwischt hat. Soweit ich mich erinnere, ist vor fünf Jahren ein Vulkan auf Island ausgebrochen. Seine Aschewolke legte in ganz Europa den Flugverkehr lahm.

In Hawaii gibt es ganze Wohnsiedlungen, die genau dort stehen, wo die Lava der ausbrechenden Vulkane fließt. Die Lava zerstört ganze Häuser, trocknet irgendwann aus und verhindert, dass sich die Menschen direkt aus dem Boden ihr Trinkwasser holen können. Sie müssen es mühsam irgendwo beschaffen. Aber die Menschen siedeln bewusst dort, denn dort kann man billiger zu Wohnraum kommen. Allerdings besteht dann auch eine sehr große Gefahr, dass das Haus bei einem Vulkanausbruch durch die Lava zerstört wird.

» YariXxX » Beiträge: 635 » Talkpoints: 21,58 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Da wohnst du doch noch recht weit weg von einem Vulkan. Wir leben nämlich direkt auf einem Vulkanberg. Aber die Chance, dass der noch mal ausbricht ist relativ gering. Auch wenn man im letzten Jahr die zwei größeren Schwarmbeben hier in der Gegend gerne dem früheren Vulkan in den Medien zugesprochen hat. Aber das Vogtland ist eben auch Erdbebengebiet.

Aber sollte ein Vulkan wirklich ausbrechen so wird es egal sein, ob man direkt auf ihm wohnt oder eben zwei Kilometer weiter weg. Die Chance zu überleben ist mehr als gering. Das sind aber auch Dinge über die ich mir keine Gedanken mache. Warum auch, wenn klar ist, dass man keine Chance hat?

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


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