Wohnung aufgrund von Edelstahlküche ablehnen?

vom 10.11.2014, 16:38 Uhr

Eine Kommilitonin von mir sucht schon seit einer Weile eine Wohnung in Nähe des Institutes. Momentan fährt sie noch jeden Tag mit dem Zug oder mit der U-Bahn, allerdings nervt sie das zunehmend, da es immer wieder Streiks gibt und die Bahn auch sonst gerne mal zu spät oder gar nicht kommt. Deswegen schaut sie schon seit etwas über einem Semester nach einer Wohnung und hatte auch schon einige Besichtigungstermine.

Vor kurzem dann hatte sie einen Besichtigungstermin in einem Mehrparteienhaus, in dem auch überwiegend Studenten wohnen. Es war leider nur eine Einzimmerwohnung, aber mit 40 Quadratmetern geht das eigentlich noch. Das Bade habe ihr wohl gefallen, problematisch sei aber wohl die Pantryküche gewesen, denn diese hatte eine Arbeitsfläche und ein Waschbecken aus Edelstahl. Zu Hause hätten sie wohl auch eine Küche aus Edelstahl gehabt und da wären dauernd immer Flecken drauf gewesen. Man musste die Fläche dann mit einem Edelstahlreiniger sauber machen, ansonsten sah das einfach nicht aus.

Die Wohnung wäre sonst ganz gut gewesen, aber wegen der Küche hat sie die Wohnung dann doch abgeschlagen. Ich fand die Entscheidung merkwürdig, wenn ich ehrlich bin. Sie hat sich schon sehr viele Wohnung angeschaut und bei den meisten waren es oft wirklich gravierende Mängel, die ihr aufgefallen sind. Einmal wurde ein Wohnraum durch eine Glasscheibe abgetrennt, ein anderes Mal gab es das WC im Keller, in einer anderen Wohnung stand die Dusche mitten im Raum. Solche Dinge sind bedenklich und dafür, dass die Wohnungen dann doch teuer waren, kann ich nachvollziehen, dass sie sie nicht haben wollte. Aber wegen einer Edelstahlfläche in der Küche?

Findet ihr Edelstahl in der Küche auch so unhygienisch und arbeitsaufwendig, als dass ihr deswegen direkt eine Wohnung in der Nähe der Universität ablehnen würdet, die ansonsten ganz gut aussah und auch nicht zu teuer war? Es ist ja nicht so, dass einem die Wohnungen hier hinterhergeschmissen werden würden.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich hatte nie Edelstahl in der Küche und kann auch die Argumentation deiner Kommilitonin nicht nachvollziehen. Auch wenn die Küche dann nur mit einem speziellen Reiniger geputzt werden kann, ist das doch nicht aufwendiger als bei anderen Küchen. So teuer kann das schließlich nicht sein. Und wenn man schon ewig auf Wohnungssuche ist, dann sollte man doch auch etwas kompromissbereiter sein.

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» ninjafan » Beiträge: 1455 » Talkpoints: -0,16 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich kann es auch nicht ganz nachvollziehen. Da ist deine Kommilitonin vielleicht etwas sehr pingelig was die neue Wohnung angeht. Ist natürlich die Frage ob sie dann überhaupt etwas Geeignetes findet.

Es ist einfach so, dass man beim Wohnung suchen meistens Kompromisse eingehen muss. Mich würde das ständige besichtigen auch einfach nerven. Gerade weil es sich ja nur um eine Studentenwohnung handelt. Bedeutet die Chance ist groß, dass sie dort nur bis zum Ende ihres Studiums wohnt, was dann ja doch nicht solange ist.

» milli23 » Beiträge: 1214 » Talkpoints: 2,62 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Edelstahl ist nicht unhygienisch, aber es ist ekelhaft zu pflegen. Trotz guter Sauberkeit wirkt das Zeug immer schmuddelig und fleckig. Da putzt man ständig mit Spezialreiniger und poliert die ganzen Flächen dann trocken.

Ich hatte mal statt Fliesenspiegel Edelstahl plus die Arbeitsplatten aus dem Zeug und dann auch noch zig Fronten in Stahl. Ich kann verstehen, dass man einen weiten Bogen um so eine Wohnung macht. Denn entweder man lebt im Dauerstress oder man ist gezwungen, eine Optik zu akzeptieren, die einen wahnsinnig machen kann.

» cooper75 » Beiträge: 13432 » Talkpoints: 519,92 » Auszeichnung für 13000 Beiträge



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