Nach Umzug - positive oder negative Veränderungen?

vom 05.11.2014, 19:19 Uhr

Im Juni dieses Jahres bin ich umgezogen und zwar von einer 1-Raumwohnung in eine etwa 80 qm große 2-Raumwohnung in einem Haus, also eine Einliegerwohnung. Damit habe ich mir praktisch einen Traum erfüllt, denn so wollte ich immer wohnen - in einer ruhigen Gegend, aber trotzdem nicht weit weg von der Stadt. Mit dem Umzug haben sich bei mir auch Dinge positiv verändert, eigentlich kann ich nur über positive Veränderungen berichten.

Das erste ist, dass ich nun viel besser und auch länger schlafe. Ich habe ein Schlafzimmer und demzufolge auch ein richtiges Bett, vorher habe ich ja nur auf einer Schlafcouch geschlafen. Hinzu kommt, dass ich Außenjalousien habe, sprich, es ist auch im Sommer morgens dunkel, so dass ich am Wochenende ausschlafen kann, was in der vorherigen Wohnung aufgrund der Helligkeit selten möglich war.

Meine jetzige Wohnung ist im Erdgeschoss, also ist es auch im Sommer erträglich. Vorher habe ich im Dachgeschoss gewohnt, in dem ich bei ganz extremer Hitze schon mal um die 40°C in der Wohnung hatte. Aber das ist nun vorbei. Auch habe ich eine Terrasse, die ich sowohl vom Schlafzimmer, als auch vom Wohnzimmer aus begehen kann. Dazu gehört noch ein Gartenhaus, in dem ich jede Menge Stauraum habe, beispielsweise für Dinge, die ich nur manchmal brauche (Gartenmöbel, Autoreifen, etc.)

Die letzte und auch eine der besten Veränderungen ist die Tatsache, dass ich ein Carport habe, sprich, das nervige Schnee schippen vom Auto entfällt nun gänzlich und die Scheiben sind auch frei. Also von daher habe ich mit dem Umzug sehr viele positive Veränderungen erleben dürfen, worüber ich jeden Tag froh und glücklich bin.

Wie war das bei Euch, was hat sich durch einen Umzug positiv oder auch negativ verändert?

Benutzeravatar

» Jacqui_77 » Beiträge: 2718 » Talkpoints: 19,87 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Also bei mir hat der Umzug mehr oder weniger nur Nachteile gehabt. Ich habe nun eine Wohnung, in der ich mich überhaupt nicht wohl fühle, obwohl ich alles nach meinem Geschmack eingerichtet habe- bis auf die Küche. Außerdem muss ich nach wie vor mit Holz heizen, was eine Menge Geld, Arbeit und Nerven kostet und obendrein noch eine riesengroße Sauerei.

So etwas kann ich auf keinen Fall länger als weitere fünf Jahre haben. Ich plane, von hier auszuziehen, sobald mein Kind die Mittelschule besucht, damit es kein abrupter Abbruch der entstandenen Freundschaften gibt.

Ich selber bin umgezogen, damit mein Kind ein eigenes Zimmer hat. Außerdem habe ich zu Beginn meines Einzugs weniger Miete bezahlt, als ich zuvor für eine kleinere Wohnung bezahlt habe.

Was mir noch fehlt in meiner Wohnung ist ein Abstellraum. Ich habe überhaupt keinen Platz, mein Putzzeug so zu verräumen, dass es nicht irgendwo herum steht. So etwas nervt mich ungemein, das hatte ich ebenfalls in der alten Wohnung. Für einen Kasten, wo ich dies verräumen könnte, habe ich wiederum keinen Platz.

Den Anschluss für den Ofen haben sie mir in die Mitte der Küche platziert. Somit steht der Ofen mitten im Raum drinnen und ich habe weniger Platz für die Küche, weil ich ja links und rechts wegen der Verbrennungsgefahr nichts hinstellen kann. Ich hätte lieber so eine Art Zusatzherd gehabt, aber das ist unmöglich in dieser Wohnung.

Außerdem kann man sich nicht gemütlich vorne hinsetzen, weil wir direkt an der Straße sind, wo alle vorbei laufen. Manche glotzen richtig und der Bus bleibt ebenfalls direkt vor unserem Block stehen. Sichtschutz dürfen wir auch keinen machen, da das verboten ist, von unserer Wohngesellschaft aus.

Wenn die anderen Wohnungen nicht so teuer wären, wäre ich schon lange umgezogen, aber bei diesen horenden Preisen muss ich ja froh sein, dass ich nur so wenig für meine Wohnung zahle. Das ist glaube ich mein einziger Vorteil.

» nordseekrabbe » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Mein letzter Umzug war von einem Mietshaus in ein freistehendes Haus mit großem Garten, das ist natürlich schon eine enorme Verbesserung. Schon alleine, weil ich jetzt keine Nachbarn mehr in unmittelbarer Nähe wohnen habe, die mich mit ihren Kindern und ihrem Musikgeschmack nerven können. Ich heize jetzt auch mit Holz, aber ich finde das toll und auch deutlich günstiger als die Nachtspeicherheizung, die ich früher hatte.

Aber ich habe durchaus aus einige Nachteile gegenüber meiner alten Wohnung. Damals habe ich mitten in der Innenstadt gewohnt und konnte fast alles problemlos zu Fuß erreichen. Jetzt brauche ich für fast alles das Auto und wenn ich zum Beispiel in der Fußgängerzone einkaufen oder ins Kino gehen will fallen dann auch noch Parkgebühren an.

Um Gartenarbeit und solche Sachen musste ich mich früher natürlich nicht kümmern, denn es gab keinen Garten und wenn irgendwas am Haus kaputt war musste ich mich nicht mit Handwerken herum schlagen, das hat die Hausverwaltung übernommen. Dafür habe ich jetzt mein eigenes Obst und Gemüse und kann meine Freizeit ungestört im Grünen verbringen ohne erst irgendwo hin fahren zu müssen.

Ich wohne jetzt an einer Straße, die als landwirtschaftlich genutzter Privatweg gilt. Das ist natürlich toll, denn wenn die Trauben keine Saison haben kommen hier pro Tag vielleicht fünf Autos durch. Andererseits bedeutet das aber, dass die Stadt für die Schneeräumung hier nicht zuständig ist. Vor ein paar Jahren, als es in kurzer Zeit extrem viel geschneit hatte, musste ich deshalb auf die Schneeketten zurück greifen, was schon viel Zeit kostet, weil ja die Hauptstraße geräumt war und ich die Schneeketten dort wieder entfernen musste.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^