Achtet ihr beim Umzug auf die Energieeffizienz eines Hauses?
Wie ich bereits in einigen Threads beschrieben habe, bin ich vor kurzem aus einer WG ausgezogen und habe nun endlich eine eigene Wohnung, die nun auch sehr nahe an der Universität liegt. Beim Umzug war es mir aus gegebenem Anlass sehr wichtig, dass ich eine Wohnung finde, in der die Wände des Hauses gut isoliert sind. In der alten Wohnung hatten wir ein Problem, was wir leider erst Wochen nach unserem Umzug gemerkt haben, nämlich war die Wohnung sehr anfällig für Temperaturschwankungen. Im Sommer war es bei uns in der Wohnung oft deutlich heißer, als draußen, auch durch lüften war es manchmal kaum möglich die Wohnung kühl zu bekommen, die Hitze blieb. Oft wärmte sich die Wohnung schon sehr früh morgens mit den ersten Sonnenstrahlen auf.
Dafür war es im Winter dann sehr kalt und man musste auch sehr lange heizen und auch hoch, einfach weil sich jeder Temperaturabstieg draußen, sofort in der Wohnung bemerkbar machte. Das hat mich schon sehr gestört, weil es einfach sehr unangenehm war und es natürlich auch sehr auf die Heizkosten schlägt, wenn man so viel heizen muss. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich während der Zeit, die ich in dieser Wohnung verbracht habe sehr oft krank geworden bin, was auch auf die Temperaturschwankungen zurückzuführen ist. Nachts ging die Heizung manchmal einfach aus und man hatte ruck zuck 0 Grad im Zimmer.
Bei der Wahl der neuen Wohnung war ich dann da deutlich vorsichtiger, da ich diese schlechte Erfahrung nicht wiederholen wollte. Ich habe besonders darauf geachtet, dass die Wohnung weniger Außenwände hat und auch generell auf Sachen wie Baujahr und so geachtet. Oft sieht man es dem Mauerwerk ja nicht direkt an, ob es gut ist oder nicht. In der Wohnung die ich schließlich gefunden habe, hing dann im Hausflur sogar eine Tabelle, in der das Haus eingestuft worden war. Dafür war dann extra jemand da gewesen, der das geprüft hatte und das Haus hatte eine sehr gute Bewertung, was die Energieeffizienz anging.
Jetzt wo ich schon einige Zeit in meiner neuen Wohnung wohne, merke ich das auch sehr gut, die Temperaturschwankungen draußen machen sich kaum bemerkbar und auch wenn es nachts draußen etwas kühler ist, merkt man das in der Wohnung überhaupt nicht und ist dann eher überrascht, wenn man das Fenster aufmacht und so kalte Luft hereinkommt. Durch die schlechte Erfahrung vorher macht mich das schon sehr glücklich und ist irgendwo auch eine ungeheure Erleichterung, weil auch meine Konzentration sehr darunter gelitten hat, dass es im Sommer im Zimmer immer so heiß wurde.
Wie gestaltet ihr eure neue Wohnungssuche, ist euch die Energieeffizienz des Hauses wichtig? Geht es euch dabei eher darum, Geld zu sparen, weil man damit auch die Heizkosten senken kann oder ist es bei euch auch so, dass euch die Temperaturschwankungen zu schaffen machen und ihr deswegen darauf achtet? Lebt ihr vielleicht selbst in einer weniger gut isolierten Wohnung und wenn ja, wie kommt ihr damit zurecht?
Da ich eigentlich bisher immer das "Pech" hatte, in Gegenden zu ziehen, in denen extreme Wohnungsnot herrschte (und herrscht), hatte ich eigentlich nie das Luxusproblem, zusätzlich zu Preis, Lage und Schnitt der Wohnung auch noch auf die Energieeffizienz einen signifikanten Wert zu legen. Heute ist ja jeder Vermieter zur Angabe verpflichtet. Aber wenn man bei jeder Wohnungsbesichtigung ca. 50 "Konkurrenten" vor Augen hat und der Makler erzählt, dass es ja noch zwei weitere Besichtigungstermine für diese Wohnung gibt - dann nimmt man im Grunde "jede Wohnung", die einem konkret in Aussicht gestellt wird. Abstriche von der Wunschliste gibt es dann bei erfahrenen Wohnungssuchern nicht, weil die Wunschliste sich der Realität angepasst hat.
Wenn man aber tatsächlich in die Verlegenheit kommt, in eine Gegend zu kommen, in der für das geplante Budget tatsächlich viele Wohnungen zu haben wären, kann man natürlich beginnen, wählerisch zu sein. Wobei ich dann tatsächlich die Energieeffizienz eher nachrangig berücksichtigen würde. Auch, weil ich hier nicht annähernd so empfindlich auf die von dir beschriebenen Temperaturschwankungen reagieren würde.
Ich wohne seit gut einem Jahr jetzt schon in einer wirklich gut isolierten 1-Zimmer-Wohnung und ich muss sagen, dass das echt viel ausmacht. Meine beiden Wohnungen vorher (2 WGs) waren Altbauten und dementsprechend leider sehr schlecht isoliert. Eine Nacht ist sogar die Heizung vollkommen ausgefallen und erst nach 5 Tagen konnte die Anlage wieder zum Laufen gebracht werden. Und in der ersten Wohnung hatten wir in zwei Zimmern sogar 1-fach-Verglasung, welche zwar im Winter schöne Muster hervorbrachte, jedoch auch sehr, sehr kalte Füße. Ich musste die Heizung im Winter immer sehr hoch stellen, was den relativ hohen Mietpreis noch weiter in die Höhe schnellen ließ. Auch war es im Sommer meist sehr heiß in den Zimmern, wo dann auch keine Ventilatoren mehr halfen. Zu der Zeit habe ich auch noch in der Stadt gewohnt aus dem Grund, dass man dann ja auch schneller in der Uni ist.
Jetzt bin ich ein paar Kilometer weiter weggezogen, in eine Kleinstadt mit nur wenigen Halten bis zum Hauptbahnhof. Da bin ich fast schneller in der Uni, als mit der "Strapazenbahn". Und vor allem ist das auch günstiger von der Miete. Auch ein Faktor für die gute Energieeffizienz ist die Wohngesellschaft, welche ich als Mieter habe. Diese kümmert sich um weitestgehend alles, saniert und renoviert die Wohnungen, wie es nur geht. Vor wenigen Monaten wurden die alten Fenster gegen neue Fenster mit 3-fach-Verglasung ausgetauscht. Und schon vorher hatte ich eine wirklich gute Isolierung. Der Nachteil ist, dass ich jeden Tag mindestens 3-4 Mal lüften muss, da ja die Isolierung wenig bis keine Feuchtigkeit bzw. Luft austauscht. Das ist aber "überlebbar" und vor allen Dingen ausführbar.
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