Niveau der Notentabellen im Sportunterricht zu hoch?
Ich verstehe schon den Gedanken einer einheitlichen Benotung, da sich niemand ungerecht benotet fühlen sollte. Auch ist es vermutlich für Lehrkräfte einfacher nach solch einem einheitlichem Schema zu benoten als sich um die Leistung jedes Einzelnen den Kopf zu zerbrechen, allerdings ist meiner Meinung nach genau hier der Knackpunkt.
Meiner Meinung nach sollte gerade im Sportunterricht, wo es ausschließlich auf die eigene körperliche Leistung ankommt und nicht auf intensives Lernen und einprägen, mehr auf die wirklich Leistung des Einzelnen ankommen als auf die Gesamtleistung laut einer solchen Tabelle. Davon ab ist es nämlich kaum möglich in einem bestimmten Thema im Sportunterricht, welches vielleicht ein paar Wochen behandelt wird, sich so zu trainieren, dass man eine gute oder gar sehr gute Note schaffen könnte. Dazu ist der Sportunterricht an den meisten Schulen doch gar nicht ausgelegt.
Ein Kind das am Anfang des Schuljahres super unsportlich ist wird auch am Ende des Schuljahres kein super Sportler sein, auch wenn es sich vielleicht sehr anstrengt und auch in seiner Freizeit viel übt und trainiert. Ein sehr sportliches Kind wird dieses Problem einfach nicht haben. Wenn sich das erste, gerade erwähnte, Kind nun in diesem einem Schuljahr von seiner persönlichen Leistung sehr steigert sollte man dies meiner Meinung nach auch in den entsprechenden Noten zum Ausdruck bringen. Eine Steigerung nach solch einer Tabelle von einer fünf auf eine vier ist vielleicht gar nicht so angebracht. Es sollte wie schon geschrieben viel mehr die persönliche Leistung des Einzelnen berücksichtigt und sich nicht so an Schemata geklammert werden
Ich finde die Benotung im Sportunterricht auch irgendwie ungerecht. Meine damals beste Freundin war immer sehr deprimiert wegen ihrer schlechten Sportnote, die ihr ganzes Zeugnis regelrecht ruinierte. Da sie in allen Fächern zwischen eins und zwei stand, machte sie die fünf in Sport sehr fertig. Dabei war sie echt eine sehr fleißige Schülerin, nur eben ziemlich unsportlich.
Ich finde es vor allem sehr unfair, dass man im Sportunterricht auf den Stufenbarren oder Schwebebalken gezwungen wird. Nur weil man vor den Höhen Angst hat, eine schlechte Note zu kassieren, finde ich nicht in Ordnung. Jeder Mensch ist nun mal nicht dafür geschaffen, auf solchen Geräten herum zu klettern. Das sollte auch von der Schule respektiert werden.
In meiner Klasse gab es einige, die sich nicht auf den Stufenbarren getraut haben. Ich kann es auch verstehen, dass nicht jeder in solch eine Höhe sich traut, eine Rolle zu machen. Mir selbst ging es da genauso. Obwohl ich nicht unsportlich bin, war der Stufenbarren auch ein rotes Tuch für mich und hat mir manche sechs eingebracht. Ich konnte zwar gut ausgleichen mit anderen Disziplinen, aber meine Freundin tat mir schon Leid, da sie allgemein dem Sport nichts abgewinnen konnte.
Zunächst einmal finde ich es klasse, dass es in der Schule überhaupt Sportunterricht gibt - einige würden ansonsten wohl die Woche über gar keinen Sport machen. Das Problem, was ich allerdings auch wie viele von euch habe, ist, dass es meinen Notendurchschnitt schon etwas herunterreißt. Ich würde mich schon als einen guten Schüler bezeichnen und war es gewohnt, dass mein Durchschnitt nicht über die 2,0-Marke wandert. Ich bin auch nicht unsportlich, gehe zwei- bis dreimal die Woche ins Fitnessstudio, aber die ein oder andere Bewertung im Sportunterricht ist einfach übertrieben.
Beispiel: Dreisprung. In unserer Schule gibt es eine gemischte Sportgruppe mit fünf Jungs, Rest Damen. Nach dem zweiten Sprung war ich relativ zufrieden, weil ich sogar etwas besser war als meine männlichen Mitstreiter, die für gewöhnlich auch einigermaßen gute Sportler sind. Dann schaute ich in die Tabelle mit den Werten: Entspricht 5 Punkten. Gerade so überhaupt bestanden. Das hat mich dann schon etwas geärgert.
In den Standarddisziplinen der Leichtathletik dagegen finde ich die Werte nicht unbedingt zu hoch angesetzt. Ich schaffe zwar selbst gerade so meine 7 Punkte, aber Leichtathletik war eben noch nie mein Steckenpferd. Davon abgesehen war ich schon immer ein Jahr jünger gewesen als meine Klassenkameraden und ein Jahr macht in diesem Alter schon noch einiges aus.
Ich habe dann meistens versucht, meine Sportnote mit der Theorie etwas aufzubessern - sei das nun durch eine Klausur oder hier und da mal ein Handout zu erstellen. Meine Lehrerin war da Gott sei Dank immer ziemlich großzügig. Ich habe mich also damit abgefunden und versucht, so gut wie möglich damit klarzukommen. Diejenigen, die aber eher unsportlich sind und später mal einen Beruf wie Arzt oder Anwalt anstreben wollen, tun mir da schon Leid. Die Sportnote verträgt sich im schlimmsten Fall überhaupt nicht mit dem benötigten Numerus Clausus und solch eine Zukunft nur wegen der Unterrichtsbewertung in Sport zu gefährden, ist schade.
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