Wie sollte ein Arzt schlechte Befunde überbringen?

vom 14.08.2015, 12:00 Uhr

Ärzte haben einen verantwortungsvollen Job. Sie haben eine Menge Patienten und müssen jeden Tag enorm viele wichtige Entscheidungen treffen. Außerdem müssen sie Nachrichten überbringen. Nachrichten in Form von Befunden. Manchmal sind sie positiv und manchmal negativ. Dabei ist natürlich Fingerspitzengefühl gefragt, oder etwa doch nicht?

Ein Arzt hat verschiedene Möglichkeiten, seinen Patienten Befunde mitzuteilen. Er kann es ganz behutsam und erklärend machen. Er kann aber auch ganz direkt sagen, wie es aussieht. Die Frage ist, wie er es machen sollte. Wisst ihr, ob es Vorschriften gibt? Kann das jeder Arzt selbst entscheiden?

Dann ist natürlich auch noch die Frage, wie es die Patienten am Liebsten haben. Ich würde es am Besten finde, wenn ein Arzt direkt sagt, was Sache ist. Allerdings, wenn möglich, so, dass ich es verstehe. Also kein Fachchinesisch. Das ist aber nur meine Ansicht. Wie wäre es euch am Liebsten? Schlechte Befunde bzw. Nachrichten direkt sagen oder indirekt erstmal den Patienten darauf vorbereiten?

» GoroVI » Beiträge: 3187 » Talkpoints: 2,66 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Warum sollte es da Vorschriften gehen? Ich habe noch nie gehört, dass es da Vorschriften geben soll. Soweit ich weiß macht das doch jeder Arzt nach seinem eigenen Ermessen und seinem eigenen Talent. Schließlich hat nicht jeder Feingefühl und manche Menschen sind nun mal empathischer als andere.

Ich persönlich habe es lieber, wenn ein Arzt mich nicht in Watte packt, sondern mir direkt das sagt, was ich nicht hören will. Gerade heraus und ganz ehrlich. Ich mag das nicht, wenn man um den heißen Brei redet und der Patient hinterher nicht weiß was Sache ist oder woran er ist. Das kann man doch auch besser lösen finde ich.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Nein, es gibt keine Vorschriften. Es gibt, soweit mir bekannt ist, nicht einmal Empfehlungen.

Meiner Meinung nach sollte ein Arzt schlechte Nachrichten immer klar und deutlich überbringen. Das mag vielleicht im ersten Augenblick, je nach Nachricht, ein Schock sein. Aber man hat dann in jedem Fall begriffen, worum es geht und wie die Dinge stehen. Immerhin muss man im schlimmsten Fall doch noch seine persönlichen Dinge regeln.

Ich würde nicht wollen, dass ein Arzt um den heißen Brei herumredet. So geht er nur das Risiko ein, dass man sich ein falsches Bild von der Bedeutung eines schlechten Befundes macht. Dann hat man doch gar keine Chance, entsprechend zu reagieren! Ich empfände das als entmündigend.

» tok_tumi » Beiträge: 837 » Talkpoints: 1,20 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Es gibt da keine Vorschriften, wobei solche Übungen für die Gespräche schon im Studium stattfinden, damit man es eben nicht so unsensibel macht, wie es manchmal leider stattfindet. Ich würde mir auf jeden Fall auch einen direkten Arzt wünschen, der mir die Diagnose und auch meine Chancen nennt.

Ich denke, dass ein schlechter Befund schon ein ganz schöner Schlag ins Gesicht sein kann aber das Ganze wird ja nicht besser, wenn man es in Watte verpackt oder sich hinter Fachausdrücken versteckt. Wobei ich da auch einige durch meinen Mann kennen würde und das für mich meistens nichts so Neues ist.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



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