Wegen Dystychiphobie vorsichtiger leben können

vom 12.06.2016, 22:10 Uhr

Die Diagnose einer Dystychiphobie kann erfolgen, wenn ein Mensch panikartige Angst vor Unfällen hat. Wobei hier sowohl die Angst vor Unfällen allgemein gemeint ist, wie auch die Angst selbst einen Unfall zu erleiden.

Menschen mit einer Dystychiphobie dürften doch dann an sich vorsichtiger leben, um das Unfallrisiko zu vermeiden? Neigen Menschen mit Dystychiphobie deshalb weniger zu Unfällen, als andere Menschen, ohne diese Erkrankung? Wobei viele Menschen ja generell vorsichtiger leben, aber bei einer Dystychiphobie die Angst ja noch mal eine ganz andere Rolle spielt oder nicht?

» Fugasi » Beiträge: 1877 » Talkpoints: 1,33 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Auch hier kenne ich diese Diagnose eher aus Listen mit Hunderten von Phobien, als dass ich wirklich mal von jemandem mit dieser Angst gehört hätte, wobei einem panische Angst vor einem Unfall noch nachvollziehbar erscheinen mag im Abgleich mit anderen, exotisch wirkenden Phobien.

Wie eingeschränkt man ist, bemisst sich vermutlich daran, wie derjenige einen Unfall für sich definiert. Vermutlich jeder wird an den Straßen- und Flugverkehr denken, aber es gibt ja noch viel mehr Orte und Gelegenheiten, wo man Unfälle haben könnte. Im Haushalt, beim Sport, beim Schwimmen, beim Heimwerken und Reparieren, selbst Badewannen, Duschen, Treppensteigen und Teppiche sind mit einem Risiko behaftet.

Ganz freimachen kann ich mich von solchen Gedanken auch nicht, und genau das sind auch alles Gelegenheiten, die ich zwar nicht meide, aber wo ich immer genau überlege, welcher Fallstrick wo auf mich lauern könnte. Das kann Autofahren auf der Bahn sein, das Schwimmen in natürlichen Gewässern und bei meinem Pech würde ich auch keine Bohrmaschine in die Hand nehmen. Selbst mit der Leiter bin ich schon mal fast umgestürzt und konnte mich gerade so noch am Schrank festhalten.

Wenn ich den Gedanken weiterführte und mir vorstellte, ich hätte jetzt nicht nur eine übersteigerte Vorsicht, sondern eine regelrechte Phobie, wäre ich sehr stark eingeschränkt. Vermutlich kann so jemand kaum noch von A nach B und braucht immer Leute, die Dinge für ihn erledigen, weil alles eine potentielle Gefahr darstellt.

» Verbena » Beiträge: 4996 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


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