War euch eure Gesundheit schon mal egal? Warum war das so?

vom 13.06.2016, 06:44 Uhr

Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen sich nicht so verhalten, das es gesund für sie wäre. So habe ich beispielsweise eine Oma, die sehr gerne Süßigkeiten isst obwohl sie Diabetes hat. Gerade bei dem Thema erlebe ich eigentlich immer wieder ältere Menschen, die das einfach nicht interessiert und die trotzdem viel Süßes essen.

Selber ist mir meine Gesundheit sehr wichtig und mir war sie auch noch nie egal. Wenn ich auf etwas verzichten musste, habe ich es getan. Wenn ich auch etwas ändern musste, habe ich es gemacht. Deswegen kann ich nicht verstehen, wie es einem egal sein kann, wie es mit der Gesundheit ist.

War euch eure Gesundheit schon mal egal? Warum war das dann in dem Moment so und ist es immer noch so? Ich denke, dass man immer so auf sich achten muss, dass man eben auch lange glücklich leben kann. Wobei man schon schauen muss, dass man eben auch glücklich ist.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ich denke, dass man einfach nicht immer auf bestimmte Dinge verzichten möchte, auch wenn sie nicht gerade förderlich für die Gesundheit sind. Gerade bei älteren Menschen kann ich das gut nachvollziehen. Sie haben ja nun mal die meiste Zeit ihres Lebens um und warum sollten sie das restliche an Zeit nicht auch irgendwie genießen. Ich würde es da nicht so eng sehen, wenn meine Oma sich dann mal ein Stückchen Torte gönnt. Man sagt ja nicht umsonst, dass man nur einmal lebt.

Es ist sicher auch schwer immer auf bestimmte Sachen zu verzichten. Ich gehe nicht mehr schwimmen, seit ich immer wieder mit der Blase Probleme habe. Nach einem Besuch im Schwimmbad hatte ich so eine heftige Blasenentzündung, dass ich das nicht nochmal riskieren wollte. Ich finde es trotzdem schade, da ich gerne Wassergymnastik gemacht habe. Da setze ich meine Gesundheit aber nicht aufs Spiel.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Ich finde, dass man es unterscheiden muss wieso man darauf verzichten sollte. Denn nicht immer sind die Diagnosen die Ärzte stellen auch richtig und haben ihren Sinn. So wurde mir auch der Schwangerschaftsdiabetes angedichtet weil der Test falsch gemacht worden ist und die Angaben vom Hersteller nicht beachtet worden sind. Mehrere negative Tests hinterher brachten jedoch keinen Weißkittel zu der Idee, dass die erste Diagnose falsch war. Im Gegenteil, man wollte mir sagen was ich zu essen habe, unterstellte mir tausend Dinge und am Ende sollte ich noch Insulin spritzen, welches auf Zinkbasis beruht trotz einer ausgeprägten Zinkallergie.

Ich vertraue dabei nur noch auf mich selbst und meinen Körper. Ich hatte niemals das Gefühl, dass ich etwas falsches mit mir, meinem Körper und auch meinem damals noch ungeborenen Sohn gemacht habe, indem ich mich nicht daran gehalten habe. Ich glaube aber auch nicht alles was Ärzte einen an den Kopf schmeißen, worauf man verzichten sollte und was man stattdessen machen soll.

So war die Ernährungsberatung dafür vollkommen für den Hintern. Hätte ich mich daran gehalten, dann wundert es mich nicht wieso dort jede Schwangere Frau nach wenigen Tagen das Insulin bekommen hat. Alle zwei Stunden essen wurde dort gesagt, unter anderem viel frisches Obst und Gemüse. Beim Obst wurden noch zu süßen Varianten geraten, da man ansonsten auf Süßigkeiten verzichten sollte. Die Werte derer Damen die das gemacht haben waren eine reine Katastrophe, da der Körper länger als 2 Stunden braucht das ganze entsprechend zu verstoffwechseln und abzubauen. Stopft man in dieser Zeit nach, bleibt der Blutzucker konstant oben was dann zum Insulin führt.

Auch nach der Diagnose Krebs war mir vieles egal mit der Zeit. Anfangs alle Therapien mitgemacht und trotzdem wurde die Prognose immer schlechter. Also habe ich mir auch gedacht, was soll es Scheiss drauf, und mich nicht mehr an die Vorgaben gehalten. Denn diese haben mich mehr als eingeschränkt, nicht mehr das Haus verlassen nur Zuhause sitzen und auf das eigene Ableben zu warten, viele Dinge nicht mehr essen dafür gab es mehrfach täglich Pillensuppe um das ganze Elend noch so lange wie möglich mitzumachen.

Lebensqualität war das definitiv keine mehr und ich kann jeden verstehen der in einer solchen Situation aus dem Fenster springt oder sich anderweitig das Leben nimmt, denn so etwas wünscht man definitiv keinem. Auch kann ich jeden Verstehen der dann sagt, dass es ihm komplett egal ist was mit der Gesundheit weiter ist und entsprechend sich nicht starr an die Vorgaben hält, damit man sich wieder ein Stück Lebensqualität zurück erobert bei solchen Diagnosen.

Danach habe wieder das gemacht was ich wollte und auch gegessen was ich wollte. Zu guter letzt habe ich die Therapie angebrochen und die Medikamente nicht mehr eingenommen. Und siehe da, die Werte sind besser geworden obwohl jeder Arzt etwas anderes vorhergesagt hatte. Inzwischen ist das Thema durch, 6 Jahre nachts nachweisbar gewesen und somit geht man von einer Heilung aus.

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» Sorae » Beiträge: 19435 » Talkpoints: 1,29 » Auszeichnung für 19000 Beiträge



Warum sind es angeblich gerade ältere Menschen, die ihre Gesundheit nicht interessiert? Als ob das bei jüngeren anders wäre. Wenn ein Diabetiker zu Pralinen greift, jemand exzessiv Laufen geht, ein anderer sich auf sein Motorrad schwingt oder ich mit dem Pferd auf die Geländestrecke gehe, dann ist das alles nicht gesund und mit durchaus hohen Risiken verbunden. Es steigert die Lebensqualität allerdings immens.

Und was nützt es mir, in Watte gepackt 110 Jahre alt zu werden? Ich möchte etwas erleben und ich möchte genießen. Entsprechend wäge ich ab, welche Aktivitäten und Genüsse mir wichtig sind. Und die gönne ich mir. Ich mag meine in Ruhe genossene Pfeife auf der Hunderunde. :D

» cooper75 » Beiträge: 13432 » Talkpoints: 519,92 » Auszeichnung für 13000 Beiträge



Ich habe auch nicht das Ziel 110 Jahre alt zu werden. Für mich ist Lebensqualität wichtiger als alles zu tun, was angeblich gesund ist und mein Leben verlängern könnte, wenn ich denn nicht von einem Auto überfahren oder in die Luft gesprengt werde. Deshalb ist mir meine Gesundheit aber noch lange nicht egal.

Und man kann ja nun wirklich nicht behaupten, dass nur ältere Leute beim Essen nicht unbedingt vernünftig sind. Die Zahl der übergewichtigen Menschen steigt ständig, die Dicken werden immer jünger und es weiß ja wohl jeder welche Lebensmittel dick machen und welche nicht und was für Folgen Übergewicht haben kann.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge


Ich denke es kommt ganz auf die Situation an. Ich verstehe beispielsweise nicht warum sich zuvor gesunde Menschen jahrelang dem Risikofaktor Rauchen aussetzen. Viele argumentieren damit, dass es Spaß macht, Stress abbaut und Langweile bekämpft allerdings finde ich, dass es noch genügend andere Möglichkeiten gibt diese Dinge einfach zu erreichen.

Bei älteren oder kranken Leuten mit schlechter Prognose verstehe ich unter Umständen sehr gut, dass sie ihr Leben lieber genießen wollen. Ich habe schon von vielen Fällen gehört, welche so sogar älter geworden sind. Zum Beispiel hat die älteste Frau in meiner Heimatstadt bis zum Schluss jeden Tag ihren Becher Eierlikör getrunken und ihre Schokolade gegessen.

Heißt nicht, dass ich das allgemein für gut heiße aber jeder sollte in so einer Situation tun was ihm glücklich macht und in der Beziehung vertraue ich auch einfach dem seelischen Beitrag zur Gesundheit. Das ist für mich etwas anderes, als wenn sich ein kerngesunder Mensch unnötigen Belastungen aussetzt. Ich persönlich bin was das angeht relativ penibel, mag es auch nicht zu trinken oder passiv zu rauchen. Ich mag es nicht und brauch es nicht, deshalb will ich es auch meiner Gesundheit nicht antun. Natürlich esse ich aber auch mal Schokolade.

Dass es nicht immer hilfreich ist auf den Arzt zu hören habe ich gemerkt, als es mir wegen der Pille schlecht ging. Dieser hat es vehement bestritten und meinte ohne würde alles schlechter werden, ich habe auf meinen Körper gehört und ohne Hormone sind zum Glück alle Symptome weg. Bei Dingen, wo aber genau bewiesen ist, dass A zu B führt, würde ich auf den schädlichen Einfluss verzichten, beispielsweise nach einer Operation.

» bambi7 » Beiträge: 1248 » Talkpoints: 16,84 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ärzte haben nunmal nicht immer recht, auch wenn sich manche für so genannte "Halbgötter in Weiß" halten und meinen, sie wären unfehlbar. Ich habe am eigenen Leib erfahren dürfen, dass Ärzte nicht immer recht haben und dass es nicht immer gut für die Gesundheit ist, wenn man ihre Anweisungen blind befolgt.

So hatte ich mal gesundheitliche Beschwerden und war deswegen auch beim Arzt. Der war natürlich der Ansicht, dass mir nur eine medikamentöse Therapie helfen würde und verschrieb mir gleich die ersten Medikamente. Das hat aber leider nicht angeschlagen, also probierte er verschiedene Medikamente an mir aus. Ich kam mir mehr vor wie ein Versuchskaninchen als ein Patient und besser ging es mir davon nicht, nur schlechter.

Also setzte ich die Medikamente einfach eigenmächtig ab und siehe da, ich bin seit einigen Jahren beschwerdefrei ohne dass ich noch einmal beim Arzt gewesen bin. Manche Probleme erledigen sich von selbst, man darf sie nur nicht dabei stören. :lol:

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» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -1,02 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



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