Wann ist Kontrastmittel bei MRT unabdingbar?

vom 10.07.2016, 18:38 Uhr

Bei A soll wegen einer kleinen neurologischen Auffälligkeit ein MRT vorgenommen werden, wo vorher seitens des überweisenden Neurologen mitgeteilt wurde, dass die Blutwerte der Nieren benötigt werden, genauer gesagt der Kreatinin-Wert, weil eventuell ein Kontrastmittel gespritzt werden würde zur besseren graphischen Darstellung.

Ich hatte vor Jahren auch schon mal ein MRT, bin mir aber absolut sicher, dass mir dort vorher nichts gespritzt wurde. Nun frage ich mich, wo der Unterschied ist, wann spritzt man solch ein Mittel, wann ist das nicht notwendig? Was wäre, wenn A sich aufgrund diverser Allergien und Unverträglichkeiten weigern würde, gäbe es auch die Möglichkeit das MRT trotzdem machen zu lassen? Wäre ein CT eine Alternative?

Warum wird ein Wert für die Nieren bestimmt, sind diese Kontrastmittel denn so belastend für den Körper? Bei welchen Krankheiten oder Situationen ist ein Kontrastmittel denn unabdingbar, was lässt sich ohne das Mittel nicht darstellen?

» Verbena » Beiträge: 4994 » Talkpoints: 4,77 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Es kommt immer darauf an, was untersucht werden soll. Tumore oder entzündetes Gewebe ist ohne Kontrastmittel oft nur schwer zu erkennen. Wenn man die Blutgefäße darstellen möchte, dann geht es nicht anders. Mein gutartiger Tumor, der aus Blutgefäßen bestand, war beispielsweise ohne Kontrastmittel gar nicht zu sehen.

Für die Entfernung benötigte man aber scharfe Bilder, die das Problem genau zeigen. Für die Nieren ist das Kontrastmittel unproblematisch. Aber es ist giftig und kann das Körpergewebe schädigen, wenn es nicht zügig ausgeschieden wird. Daher müssen die Nieren gesund sein, sonst bleibt das Zeug zu lange im Körper. Gesunde befördern es zügig in die Toilette.

» cooper75 » Beiträge: 13432 » Talkpoints: 519,92 » Auszeichnung für 13000 Beiträge


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