Unzufrieden mit Kinderarzt sein?
Ich traf gestern auf einem Geburtstag meine Schwägerin, die sich über ihre aktuelle Kinderärztin aufregte. Sie hatte früher einen sehr guten Kinderarzt, der aber in Pension ging und die aktuelle Kinderärztin hat dann die Praxis übernommen. Es ist sehr schwer hier in der Gegend einen guten Arzt für Kinderbeschwerden zu finden und es gibt zwar eine gute Ärztin, aber da sind die Wartezeiten extrem lang, was im Notfall auch problematisch sein kann.
Meine Nichte hatte letztes Jahr mit 12 massive Bauchschmerzen und deswegen war meine Schwägerin mit ihr auch bei der oben genannten Kinderärztin. Die Kinderärztin meinte jedoch, das sei nur eine kleine Grippe und würde sich von alleine wieder legen. Nach über einer Woche zu Hause legten sich die Schmerzen aber nicht, sondern wurden stärker, sodass meine Schwägerin ihre Tochter ins Krankenhaus brachte. Im Krankenhaus selbst wurde dann ein Nierenstein diagnostiziert und die Kleine musste operiert werden.
Seitdem fühlt sich meine Schwägerin bei dieser Ärztin noch unwohler als vorher und sie ist sehr unzufrieden damit. Ward ihr auch schon unzufrieden mit eurem Kinderarzt? Wie kam es dazu? Werden Kinderärzte immer schlechter?
Ich würde nicht sagen, dass Kinderärzte immer schlechter werden, aber es ist bei Kinderärzten so wie bei anderen Ärzten, dass man nicht mit allen zufrieden sein kann. Natürlich ist es immer ärgerlich und es kann auch gefährlich werden, wenn die Diagnose falsch gestellt wurde und ich kann es verstehen, dass deine Schwägerin sich bei dieser Ärztin nun nicht wohl fühlt. Ich denke auch, dass in so einem Fall ein Arztwechsel sinnvoll ist, auch wenn es vielleicht schwierig wird, einen anderen Arzt zu finden.
Ich würde der Kinderärztin da nicht die Schuld geben. Immerhin war man zu Beginn der Schmerzen nur beim Arzt und danach nicht mehr. Wäre man nach einer Woche mit den stärker werdenden Schmerzen zur Ärztin gefahren, hätte sie vielleicht auch weitere Untersuchungen eingeleitet oder sofort eine Überweisung für das Krankenhaus fertig gemacht.
Wir hatten mal eine Ärztin, mit der ich aber auch sehr unzufrieden war. Sie übernahm die Praxis meiner Kinderärztin. Ja, meiner, denn bei dieser Ärztin bin ich als Kind bereits gewesen. Als mein ältester Sohn allerdings 1,5 Monate alt war, ging sie in Rente. Die Nachfolgerin war noch sehr jung, war gerade erst mit ihrer Ausbildung fertig.
Mich hat es damals nicht abgeschreckt, dass diese Ärztin keine ausgebildete Kinderärztin war und dazu noch sehr jung. Ich wollte ihr eine Chance geben. Allerdings war ich von Mal zu Mal unzufriedener. Sie nahm mich und meine Sorgen nicht ernst, sie stellte immer wieder Fehldiagnosen. Diese Fehldiagnosen traf sie nicht nur ein Mal, sondern mehrmals. Auch bei mir, da sie auch Erwachsene behandelt.
Nachdem ich dann vertretungsweise bei unserer letzten Kinderärztin gelandet bin, war mir klar, dass wir wechseln werden. Diese Kinderärztin nahm mich sofort ernst und sie leitete notwendige Untersuchungen ein, wofür ich ihr heute noch sehr dankbar bin. Sie ging dann aber leider im letzten Oktober in Rente.
Ihre Nachfolgerin ist eine sehr nette Ärztin, die sich auch sehr viel Zeit nimmt. Das ist ihr Problem. Die Praxis wirkt seit dieser Übernahme, trotz gleicher Sprechstundenhilfe, total planlos und unorganisiert. Während man früher auch als Akutfall nie länger als 20 Minuten warten musste, so wartet man jetzt teilweise bis zu zwei Stunden. Selbst mit Termin sitzt man sehr lange dort. Wäre die Ärztin nicht so toll, wäre ich schon gewechselt.
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