Von Freundin des Sohnes Kostgeld verlangen?
Wenn die Freundin viel da ist, dann wäre es eigentlich nur normal, sich selber mit in die Familie einzubringen. Also wer macht es schon, dass wenn er nicht nur mal ein paar Stunden beim Freund oder der Freundin ist, dass man dann nur im Zimmer sitzt, schmust oder sonst was macht? Also für mich gehört es eigentlich schon zum Anstand, dann zu fragen, ob man nicht etwas beim Essen helfen kann oder Tisch decken oder abräumen. Auch dass man mal ein wenig mit auf die anderen Geschwister guckt oder man sagt, sie kann ja auch mal raus, einkaufen gehen für sich selber oder irgendwas machen und man passt dann auf die anderen auf.
Doch ganz ehrlich, Geld würde ich auch niemals verlangen. Ich verlange es auch nicht, dass jemand bei mir hilft oder so. Denn ich mache meine Sachen lieber alleine und dann weiß ich, dass alles passt. Es gibt nur einen Freund, den ich bitte mir etwas mit zu helfen, das ist so wie hier beschrieben, denn er ist hier eigentlich auch schon Dauergast bei mir.
Punktedieb hat geschrieben:Also sollte man nach deiner Meinung quasi das Schwiegerkind mit durchfüttert, egal auf man selbst verzichten müsste dabei? Das mag mal eine gewisse Zeit sinnvoll und gut sein, wenn Kind und dessen Partner finanzielle Probleme haben. Aber doch nicht auf Dauer.
(...)
Also bist du bereit dein ganzes Leben, noch dazu wo der Sohn ja ein Einkommen durch die Ausbildung hat, zu verzichten, nur damit dein Kind seine Liebe ausleben kann? Schonmal drüber nachgedacht, das das Leben kein Wunschkonzert ist und man auch als junger Mensch lernen muss, das man eben nicht alles so haben kann, wie man es gern möchte?
Hallo Punktedieb,
Wieso fängst du damit an, zu behaupten, dass es das gesamte Leben so gehen soll? Dass habe ich niemals behauptet.
Dass der Junge einen Anteil zahlt, wenn er selbst arbeiten geht, also beispielsweise in der Ausbildung, dann ist das natürlich in Ordnung. Allerdings ist er noch nicht in der Ausbildung, sondern geht noch zur Schule. Dasselbe gilt für das Mädchen. In dem Alter würde ich kein Geld verlangen. Danach, wenn die Kinder selbst Geld verdienen, gerne. So lange wird es wohl auch nicht dauern, bis das der Fall wäre, denn der Sohn ist 19 Jahre alt und hat demnach in Kürze sein Abitur. So lange könnte man meiner Meinung nach noch warten.
Abgesehen davon ist es nicht unbedingt klug, dem Jungen so kurz vor dem Abitur auch noch Ärger zu machen. Jeder Dorfdepp müsste eigentlich wissen, wie sich Überstressung auf das Lernverhalten und auf die schulischen Leistungen auswirkt, und direkt vor dem Abitur finde ich das einfach nur dumm, dann auch noch Ärger anzuzetteln. Ein wenig hätte man doch wohl warten können, bis nach den Prüfungen.
Das Leben ist zwar kein Wunschkonzert, aber ich glaube auch nicht, dass ein Kind, zumal es auch schon erwachsen ist, auf die Idee käme, dass es so wäre, nur, weil er von den Eltern mal eine Zeit lang finanziell unterstützt wird, um seine Beziehung leben zu können. Der Sohn und auch dessen Freundin werden sicher wissen, dass das nicht für immer so weitergehen kann.
Ich persönlich finde immernoch, für mich selbst, dass es nicht falsch ist, eine Zeit lang Menschen zu helfen, auch, wenn man dafür eben in der Zeit selbst etwas verzichten muss.
Abgesehen davon ist es doch so, dass für Hilfen immer etwas zurück kommt. Wenn nicht heute, dann vielleicht später. Jedenfalls halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass der Sohn sich später für die alten Eltern interessiert, für größer, wenn man ihn in seiner Kindheit und Jugend gut behandelt hat, als wenn man ihm durch "Sparsamkeit" seine Liebe vermieste (wenn das einige Menschen auch logisch begründet sehen). Einige Leute werden das vielleicht nicht so ganz nachvollziehen können, aber ich glaube schon, dass sich Eltern es so mit ihren Kindern ganz schön verderben können. Nun kenne ich die beiden nicht, aber möglich wäre es, denn vorgekommen ist soetwas schon öfters. Und allein darüber würde ich als Elternteil auch schon nachdenken.
Ich sehe es eigentlich wie Du, Diamante, und denke auch, dass es ganz grundsätzlich wohl möglich sein sollte, die Freundin des Sohnes im Haushalt Deiner Freundin mitzuversorgen, denn ich gehe nicht davon aus, dass in diesem Haushalt außerordentlich teuer gekocht wird, gerade, wenn dort gespart werden muss. Dennoch hört sich die Lage, in der sich Deine Freundin befindet, eher nach einer Notsituation an und nicht nach einer, die finanziell ausgeglichen ist. Und gerade daraus ergibt sich meiner Meinung nach die nachvollziehbare andere Sichtweise, nämlich die Deiner Freundin.
Vermutlich liegt genau bei dieser finanziell angespannten Situation nämlich wiederum einer der Knackpunkte, denn wenn Deine Freundin sehr aufs Rechnen mit ihrem Geld angewiesen ist, was der Fall zu sein scheint, so werden ihr vielleicht auch fünf oder zehn Euro Mehrkosten monatlich schon wehtun. Und dass sie dafür eine Lösung sucht, die ihr diesen finanziellen Ausfall ersetzt, ist selbstverständlich und auch nicht verwerflich, allerdings kann genau daran nichts geändert werden, indem die Freundin des Sohnes im Haushalt Deiner Freundin mitanpackt. Der finanzielle Mehraufwand bleibt ja dennoch bestehen.
Es handelt sich in diesem Fall außerdem auch nicht um eine absehbare Zeitspanne, die irgendwann wieder beendet wird, sondern um eine Dauerbelastung. Für diesen weiteren „Kopf“, der nun mit am Tisch sitzt, wäre eigentlich ein eigener Satz einer entsprechenden Leistung notwendig, der die anfallenden Kosten dieser weiteren Person abdeckt. Ich gehe außerdem davon aus, dass die Freundin des Sohnes auch nicht nur Essen verbrauchen wird, wenn sie sich so häufig im Haushalt Deiner Freundin aufhält und insofern auch noch weitere Kosten verursachen wird, die sich sicherlich auf dem Konto Deiner Freundin bemerkbar machen, davon ist jedenfalls schwer auszugehen.
Wenn man diese Gegebenheit nun also mit einer Pflegschaft vergleichen will, in der ein weiterer Mensch in den Haushalt aufgenommen wird, so gibt es nicht ohne Grund Zahlungen von Leistungen, die den Bedarf dieser weiteren Person decken sollen, denn dieser Bedarf entsteht ja auch tatsächlich und muss von irgendwem bestritten werden – im konkret vorliegenden Fall eben von Deiner Freundin. Dass diese nicht weiß, wie sie diesen Mehraufwand finanzieren soll, hängt wiederum mit ihrer eigenen schweren finanziellen Situation zusammen, und das alles kann in der Konsequenz gar nichts anderes ergeben als eben einen finanziellen Engpass.
Dass Deine Freundin sich nun also fragt, wer für diese Kosten aufkommen kann und an ein Essensgeld denkt, das die Freundin ihres Sohnes wenigstens zahlen soll, kann ich nachvollziehen und finde ich aufgrund der Gesamtsituation, in der Deine Freundin offenbar lebt, auch nicht wirklich verwerflich, sondern eigentlich nur gerechtfertigt.
Umgekehrt könnte man sich doch auch fragen, ob die Freundin ihres Sohnes kein schlechtes Gewissen dabei hat, sich im Haushalt Deiner Freundin einfach ganz selbstverständlich einzunisten, ohne mal einen Gedanken daran zu verschwenden, vielleicht als Zeichen der Dankbarkeit dafür, dort überhaupt bleiben zu dürfen, statt in ihr ungeliebtes Zuhause zurückgeschickt zu werden, ihrerseits und unaufgefordert im Haushalt mit anzupacken oder eben ein Essensgeld zu bezahlen – oder bestenfalls beides.
Ehrlich gesagt sollte man in dieser Situation nicht so vorschnell urteilen. Denn immerhin ist das Geld bei Hartz IV-Bezügen nicht gerade in Massen vorhanden, so dass man da schon genau kalkulieren muss. Die Beiträge sind so berechnet, dass sie eben für die Anzahl der Personen im Haushalt reichen sollen und das ist ja so schon ein Problem. Wenn nun eine zusätzliche Person mit im Haushalt ist und sich dort aufhält, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man ins Schwimmen gerät und man noch besser rechnen und kalkulieren muss. Daher kann ich Deine Freundin durchaus verstehen, wenn mir selbst es auch irgendwie peinlich wäre, von jemanden Geld zu verlangen.
Da aber nun die Familie der Freundin des Sohnes auch kein eigenes Geld hat und auch nur von Sozialgeldern lebt, ist das wiederum eine Situation, die alles verschlimmert und nicht verbessert. Mich würde da mal interessieren, ob die Freundin zur Schule geht, eine Ausbildung anstrebt oder nur zu Hause ist? Denn mit 17 Jahren kann man ja durchaus in einer Ausbildung stecken und sich dann durchaus bei längeren Aufenthalten an den Kosten beteiligen.
Zu Beginn meiner jetzigen Beziehung war es eine ähnliche Situation. Den Großteil meiner Zeit habe ich hier im Elternhaus meines Freundes verbracht, weil wir die Wohnung richten wollten und ich habe meine Freizeit dann auch dazu genutzt. Kost und Logis bekam ich von seinen Eltern und ich habe mich nun auch nicht wirklich beteiligt, bin aber dafür mal einkaufen gewesen und habe mich möglichst unauffällig und weniger störend verhalten. Die Mutter hatte auch oft gemeint, wenn ich mal zu mir fahren wollte, ich solle doch lieber hier bleiben und es wäre ja wegen den Spritkosten auch Blödsinn und solche Dinge. So kam es dann, dass ich einige Wochen vor dem Umzug eben in seinem Elternhaus verbracht habe. Ich muss dazu sagen, dass die Eltern von meinem Freund ein wenig Kostgeld erhalten haben und vielleicht waren sie der Meinung, es war damit dann abgedeckt. Jedenfalls habe ich keinerlei Bitten erhalten und das war ja dann auch nur eine Übergangssituation, da wir kurz Zeit später dann in die renovierte Wohnung eingezogen sind.
Man müsste also schon schauen, inwiefern die Freundin des Sohnes das Budget zusätzlich belastet und ob ein Ende abzusehen ist. Und ein wenig Beteiligung, sei es eben finanziell/ materiell oder als Hilfe, ist immer mal möglich. Ich denke jedoch, dass die Mutter das alles mit ihrem Sohn und der Freundin in Ruhe besprechen sollte und nicht die Familie der Tochter da anruft und Terz macht. Wobei ich ja nun nicht weiß, wie das Gespräch letztendlich ausgesehen hat und was da wirklich gesagt wurde. Dennoch kann ich die Mutter des Sohnes verstehen, weil eben "nur" Sozialgelder als Einkommen vorhanden sind und man da schon rechnen muss.
Ich kann irgendwie beide Seiten verstehen. Natürlich finde ich es etwas peinlich für den Sohn, allerdings sind das nun auch andauernde Kosten, die für das Mädchen anfallen, die sich ja auch nicht ausgleichen. Der Sohn geht ja nun scheinbar nie dahin und so wird die Mutter dann auch nicht finanziell dadurch entlastet, dass der Sohn beispielsweise zwei Wochenenden im Monat nicht da ist.
Ich kann das schon irgendwo verstehen. Für ein Wochenende finde ich das noch etwas knausrig, aber ich lebe auch nicht an der Armutsgrenze und wir hätten Zuhause genug Geld, um noch weitere Personen durch zu füttern, wenn wir dafür an Luxusartikeln sparen würden. Aber jetzt wo Sommerferien sind, finde ich das doch wirklich etwas viel, was da an zusätzlichen Kosten auf die Familie zu kommt. Wenn man mal nur mit 5 Euro pro Tag rechnet, dann sind das schon 35 Euro in der Woche und die Sommerferien sind bei uns 6 Wochen lang, das ist schon eine Stange Geld, wovon sich die Familie auch etwas anderes leisten könnte.
Natürlich kann man hier argumentieren, dass die andere Familie auch kein Geld hat, aber ich finde auch nicht, dass man das so sagen kann. Natürlich gehen beide scheinbar auch nicht arbeiten, aber trotzdem sparen sie ja das Geld ein, was ihre Tochter sie sonst am Wochenende oder in den Ferien kosten würde.
Ich kenne dieses Problem nur zu gut aus erster Hand. Mein Freund wohnt auch ein bisschen weiter weg. Sein Vater hat nie Zeit ihn zu mir zu fahren, also muss ich immer dort hin fahren, weil ich eine Fahrkarte habe, die so weit geht und er nicht. Und nun regt seine Mutter sich auch immer auf, dass sie Geld will. Aber es ist ihr niemals genug. Erst wollte sie 50 Euro. Damals verdiente ich 200 Euro und hab ihr dann jeden Monat 50 gegeben. Aber irgendwann war ihr das nicht mehr genug. Weil ich aber dann gar kein Geld mehr verdiente, konnte ich ihr auch nichts geben und meine Eltern zahlen da sicherlich nicht.
Nun verdiene ich gerade mal 100 Euro und die Frau sieht ein, dass ich da kein Geld zahlen kann. Da redete die mir und meinem Freund schön ins Gesicht: Ja, ihr verdient ja nichts und ich koche ja eh immer viel, da fällt es ja gar nicht auf, dass noch einer mehr mitisst. Und Wasser und Strom würd ich ja auch kaum verbrauchen, da ich ja sogar die Badewanne aus Kostengründen auch immer nur halbvoll mache und so weiter. Es würde ja reichen, wenn wir im Gegenzug ETWAS im Haushalt helfen. Die Betonung liegt auf etwas.
In Wahrheit sieht es nun so aus, dass sie die meiste Zeit im Bett liegt und wir ihr den Haushalt alleine schaffen (sie hat mit meinem Freund 4 Kinder, drei davon noch jünger und die sind absolut nicht erzogen). Und das reicht aber nicht, weil wir das laut ihrer Aussage ja nie ordentlich machen. Dann müssen wir ihr auch noch helfen das Haus, dass noch unfertig ist, zu renovieren. Und wer denkt, gegen 20 oder 21 Uhr wäre dann mal Schluss mit der Arbeit, der irrt gewaltig. Die Frau trinkt immer wenn sie was arbeitet ihr Colabier u7nd dann wird gemacht bis 1-2 Uhr Nachts mindestens. Und wenn mein Freund und ich danach noch wach sind und miteinander auch nur reden, dreht die immer durch und schreit rum. Langsam weiß ich auch nichtmehr, was ich machen soll.
Geld hab ich einfach keines, welches ich ihr geben könnte und ich hatte es ja gesehen, selbst wenn ich ihr Geld gebe muss ich so hart bei ihr arbeiten. Wenn ich Praktikum habe und Freitag nach der Arbeit bei ihr ankomme und müde bin bekomm ich Sprüche zu hören wie: "Du bist selbst schuld, wenn du so lange arbeiten musst! Du hast ja für dich gearbeitet, nicht für mich, ich sehe nicht ein, dass du dich jetzt hinsetzt und faulenzt und hier alles liegen bleibt! Du wohnst hier am Wochenende, also musst du auch was tun!" Dass mein Freund und ich kaum Zeit miteinander haben, ist da ja wohl ganz logisch. Ich sehe ja ein zu helfen, wobei ich wirklich nur helfen will und ihr nicht den Haushalt schmeißen mag. Und sie wird Jahr für Jahr schlimmer. Früher fuhr ich zu meinem Freund, mit dem Gedanken, meinen Schatz zu sehen und freute mich. Heute fahre ich hin mit dem Gedanken, dass ich wieder Sklave spielen muss und wenigstens Nachts meinen Freund bei mir habe. Ist es denn noch in Ordnung, die Freundin mit ihrwer Liebe quasi zu erpressen? Denn das tut sie. Entweder ich zahle ihr Geld und zwar mehr als 50 Euro und arbeite zusätzlich oder ich arbeite mich völlig kaputt und darf meinen Freund sehen oder aber ich darf nicht mehr kommen und kann meinen Freund gar nicht mehr sehen.
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