Wie geht Eigenblutspende vor geplanter Operation vonstatten?

vom 15.09.2013, 12:13 Uhr

Bei Y muss in den nächsten Wochen eine Operation gemacht werden. Bei dieser Operation kann es vorkommen, dass er stark blutet und so wurde er auch schon auf seine Blutgruppe getestet. Nun hat Y gehört, dass er auch eine Eigenblutspende machen kann. Aber wie geht das vonstatten?

Wie lange vor der Operation muss er dann das Blut abnehmen lassen? Wie kann man sicher gehen, dass auch nur er dieses Blut bekommt und dass er kein Fremdblut bekommt, wenn eine Bluttransfusion nötig sein sollte. Habt ihr schon euer Eigenblut gespendet? Wie wurde das genau gemacht und habt ihr nach der Operation euer Blut dann für andere frei gegeben oder geht das automatisch?

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» Sherlock-Holmes » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Das Problem bei Eigenblutspenden rekrutiert sich aus zwei Quellen: Zum einen muss man hinreichend gesund sein, was ja gerade bei geplanten größeren Operationen nicht immer so der Fall ist, zum zweiten hat man nur ein sehr geringes Zeitfenster. Das Blut an sich ist nur einige wenige Wochen haltbar, sodass man nicht schon Monate vorher spenden kann, umgekehrt kann man nicht noch einige Tage vor der OP spenden, weil man seine Depots mit Eisentabletten wieder auffüllen muss und natürlich auch sonst Reserven für die Strapazen einer Operation braucht.

Im Endeffekt bleibt einem nur ein Zeitfenster von maximal fünf Wochen bis zwei Wochen vorher. Die Blutspende als solche erfolgt unter den gleichen Bedingungen wie jede andere Spende auch, inklusive der Testung auf diverse ansteckende Krankheiten und muss gegebenenfalls noch ein- bis zweimal wiederholt werden. Dass das Blut nun im OP verwechselt wird, kann ich mir nicht vorstellen, eine eigenhändige Kontrolle wird man natürlich nicht haben, denn die Konserven werden gekühlt gelagert und nur das Personal hat Zugriff darauf.

Man muss da schon das Vertrauen haben, dass die Leute korrekt arbeiten, ich denke auch nicht, dass es da wirklich zu Verwechslungen kommen kann, der Name wird ja sicher draufstehen und die Konserven werden für den Notfall sicher im Vorfeld bereitgelegt. Sollten die Spenden nicht gebraucht werden, wird das Blut im Anschluss vernichtet, es darf nicht an andere Empfänger bzw. Kranke weitergegeben werden.

» Verbena » Beiträge: 4996 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


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