Studentenwohnung - Einrichtung unwichtig?
Ich studiere jetzt seit 3 Jahren und bin vor 6 Monaten mit meinem Freund zusammengezogen. In meinem WG Zimmer hatte ich günstige Möbel von Ikea - alle in weiß, deswegen hat es sehr stilvoll und gar nicht zusammengewürfelt gewirkt. Wobei das auch einen gewissen Charme hat, wenn alles ein bisschen improvisiert wirkt, dann strahlt das auch eine Gemütlichkeit aus.
Mein Freund und ich haben uns allerdings neue Möbel gegönnt (er arbeitet, eher hat er uns die Möbel gegönnt . Jetzt sieht es absolut nicht mehr nach praktischer Lagereinrichtung von Firmenbedarf-Discount aus Österreich bei uns aus, sondern ganz im Gegenteil, sehr hochwertig und stilvoll. Ich bin ganz begeistert und genieße den Luxus, aber weiß auch ganz genau - alleine hätte ich mir das nicht leisten können.
Deswegen würde ich auch niemals andere Studenten und Freunde von oben herab betrachten, nur weil das Regal nicht zum Bett passt. Das ist ja auch vollkommen egal. Wir können eher froh sein, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, genug zu essen und ein Bett zum Schlafen.
Ich finde, sechs Jahre ist schon eine lange Zeit und ich hätte die Wohnung auf jeden Fall auch renoviert und schick eingerichtet. Ich werde auch bald in eine Studentenwohnung ziehen und zwar gemeinsam mit meinem Freund und wir planen eigentlich schon seit einigen Wochen oder sogar Monaten, wie die Wohnung aussehen soll. Wir wollen uns dort schon wohlfühlen und dabei leben wir nicht einmal durchgängig dort. Wir machen beide ein duales Studium und sind immer nur drei Monate in der Wohnung und dann wieder drei Monate in unserem Ausbildungsbetrieb. Und wenn wir im Betrieb arbeiten, dann wohnen wir nicht in der Studentenwohnung, sondern zu Hause in unseren jeweiligen Elternhäusern. Normalerweise ist immer jemand in der Wohnung, aber im Sommer ist es zum Beispiel auch mal so, dass die Wohnung bis zu vier Monate leer steht. Aber das ist für uns kein Grund, die Wohnung nicht schön einzurichten.
Natürlich würde es für den Anfang genügen, wenn wir einfach eine Matratze auf den Boden legen würden, anstatt gleich ein Bett zu kaufen und wenn man sowieso nur für ein paar Wochen in der Wohnung lebt, dann kann man auch mal aus dem Koffer heraus leben und braucht nicht unbedingt einen großen Kleiderschrank, in dem man all die Klamotten für jeden Anlass hinein tun kann. Aber ich finde, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, gehört es schon dazu, auch einen Schrank zu haben. Ansonsten hätte ich wohl das Gefühl, ständig auf dem Sprung zu sein und mich eher im Urlaub zu befinden, als zu Hause. Und das Gefühl zu Hause zu sein ist mir in der Wohnung schon wichtig, denn es ist auch die erste gemeinsame Wohnung mit meinem Freund und sowieso allgemein der erste Schritt zum Auszug aus dem Elternhaus.
Ich denke, man sollte da nicht so viel auf die Meinung anderer geben, sondern das machen, was man selbst für richtig hält, denn immerhin muss man selbst später in der Wohnung leben und nicht die anderen.
Ich bin in der gleichen Situation wie du und sehe es genauso. Ich würde auch nicht gerne in einer völlig veralteten Wohnung leben. Auch wenn es nur sechs Jahre sind, verbringt man ja doch schon einige Zeit darin. Natürlich müssen das dann keine super exklusiven Luxusmöbel sein, aber ich würde auch Wert darauf legen, dass die Wohnung halbwegs ordentlich und ansprechend eingerichtet ist.
Irgendwie ist es ja auch etwas Besonderes in seine erste eigene Wohnung zu ziehen. In der Studentenzeit muss man sicherlich nicht im größten Luxus leben und die teuersten Möbel kaufen und sollte häufig mit einfachen Mitteln oder gebrauchten Möbeln auskommen. Es gibt ein Sprichwort, das lautet "Ein voller Bauch studiert nicht gern", was darauf abzielt, dass in der Studentenzeit eben ein eher einfaches Leben vorgesehen ist.
Doch man sollte sich natürlich in seiner Wohnung wohlfühlen und dazu gehört für mich auch, dass man in einer halbwegs ansprechenden Wohnung lebt. Gerade durch Möbelhäuser wie IKEA gibt es ja wirklich preisgünstige Einrichtungen, die trotzdem modern und zeitgemäß sind.
Wenn du nach deinem Studium die Wohnung verlässt, kannst du ja auch versuchen, die Möbel an den Nachmieter zu verkaufen. Dann wäre der Verlust insgesamt gar nicht so hoch und die Möbel im Nachhinein gar nicht so teuer.
Zu dem Zeitpunkt wo wir mit dem Studium begannen und in unsere Wohnung gezogen sind haben wir kaum Geld gehabt und der Umzug durfte auch nur 3 Tage dauern, da einfach nicht mehr Zeit war. Wir waren also froh, dass wir alle Zimmer soweit irgendwie gefüllt bekamen und alles was wichtig war anschaffen oder zusammen würfeln konnten. Wir dachten uns auch, dass man Hauptsache etwas halbwegs gemütliches für die nächsten 4-5 Jahre haben könnte.
Mit der Zeit hat man dies sobald Geld verfügbar war aber Stück für Stück geändert. Tapeziert oder erneuert an der Wohnung haben wir nichts, aber wir haben die Einrichtung geändert. Unser Flur ist inzwischen richtig stilvoll, auch unsere Zimmer sind mit neuen Betten versehen, die Einrichtung und Dekorationen haben sich geändert. Unsere Küche hingegen ist noch eine echte Studentenküche. Sie ist doch relativ bunt zusammengewürfelt und genau bunt ist auch das Stichwort, denn dort haben wir uns einfach für Lebhaftigkeit entschieden. Die nächste Küche würde so nicht werden, aber bei dieser lieben wir einfach noch das bunte Studentenflair. Manchmal hat ja auch etwas unstrukturiertes seinen besonderen Charme.
Allerdings kann ich diesen Wunsch schon gut verstehen, dass man gerne auch von Anfang an etwas sehr Schönes hätte. Andererseits muss ich sagen, dass ich unsere Renovierungsphasen nicht missen möchte, denn gerade wenn man Zuhause auszieht entwickelt sich der Geschmack eben immer noch weiter und so kann man halt dann alles Stück für Stück ändern.
Es ist schon schön, wie ihr eure Wohnung eingerichtet habt und ihr könnt froh sein, dass euch eure Eltern finanziell dabei unterstützen. Das geht aber nur den wenigsten Studenten so. Viele müssen nebenbei arbeiten, um überhaupt die Miete bezahlen zu können, da ist dann erst recht kein Geld für hochwertige Möbel vorhanden. Und dann bleibt eben aus Kostengründe die alte Küche drin und auch auf das Streichen kann man verzichten.
Wenn man die finanziellen Mittel hat, würde ich es genauso machen wie ihr, denn schließlich soll man sich in der Wohnung auch wohl fühlen, aber es haben eben nicht alle so viel Glück und können sich das leisten.
Während meines Studium habe ich in einem möblierten Zimmer gewohnt, das aber zum Glück vor meinem Einzug neu eingerichtet wurde. Ich war also die erste, die diese Möbel benutzt hat. Nur die Küche war schon sehr alt, aber zweckmäßig. Wir haben dort aber auch nur drei Jahre gewohnt. Und das geht sicherlich auch vielen Studenten so. Nicht alle wohnen sechs Jahre lang in der gleichen Wohnung, in vielen Studenten-WG's ist es ein Kommen und Gehen. Und wenn man weiß, dass man in einer Wohnung nur ein oder zwei Jahre wohnt, macht man sich sicherlich nicht allzu viel Arbeit. Sechs Jahre sind hingegen schon eine lange Zeit.
Nach gebrauchten Möbeln hätte ich mich auch nur ungern umgesehen. Wenn noch bei Verwandten etwas vorhanden ist, ist das etwas anderes. Aber in der Zeitung hätte ich jetzt nicht nachgeschaut. Stattdessen hätte ich eben kostengünstig bei IKEA oder so eingekauft. Wenn man dann irgendwann mit dem Studium fertig ist, kann man sich immer noch teure Möbel kaufen und eine tolle Wohnung einrichten, vorher fehlt den meisten einfach das nötige Geld.
Ich denke, dass es immer ganz darauf ankommt, wie lange das Studium geht und ob man einen festen Partner hat oder nicht. So ist es bei den meisten Leuten so, dass sie sich für ihr Studium eine relativ kleine und günstige Wohnung suchen, da sie keine andere Wohnung bezahlen könnten. Nach dem Studium wollen die meisten dann aber doch eine größere Wohnung haben, was ja auch verständlich ist. Von daher ist es klar, dass man als Student nicht für immer in der gleichen Wohnung wohnen bleibt. Und wenn ein Studium nur drei Jahre lang geht, dann lohnt es sich wirklich nicht, Unmengen an Geld für eine Einrichtung und für die Renovierung der Wohnung zu investieren. Immerhin wird man sich drei Jahre später ohnehin wieder nach einer neuen Wohnung umschauen.
Auch dann, wenn man einen festen Partner hat, dann ist es klar, dass man früher oder später auch zusammen ziehen möchte. Von daher würde ich auch nicht Unmengen an Geld in eine Wohnung investieren, wenn ich wüsste, dass ich bei der nächstmöglichen Gelegenheit mit meinem Freund zusammen ziehe. Das würde sich einfach nicht lohnen und ich würde mir das Geld dann auch lieber für den Umzug mit dem Partner aufheben.
Ich denke, dass es als Student ohnehin nicht sonderlich wichtig ist, eine besonders tolle Wohnung mit einer edlen Einrichtung zu haben. Immerhin ist es klar, dass man da nicht ewig wohnen bleibt und meistens ist es ohnehin nur eine Lösung für den Übergang. Als Student hat man ja auch meistens früher oder später einen festen Partner, mit dem man auch zusammen ziehen möchte und von daher lohnt es sich auch nicht, viel Geld für eine Wohnung zu investieren. Außerdem kann man als Student das Geld auch besser gebrauchen, da man meistens noch viel mit Freunden unternehmen und auch reisen möchte. Eine tolle Wohnung kann man sich ja noch immer leisten, wenn man irgendwann auch richtig arbeitet.
Eine schöne Einrichtung ist natürlich etwas Tolles - wer hätte das nicht gerne? Allerdings muss eben auch die Kohle stimmen. Für meine Studentenbude hatte ich ein gewisses Budget und da war dann auch Schluss. Das hatte ich mir vorher festgelegt und damit musste ich dann auskommen - und für Küche und Waschmaschine musste ich ja auch noch einen Teil berappen.
Ich habe meine Möbel sämtlich gebraucht bei ebay Kleinanzeigen und quoka gekauft (abgesehen von einem Ikea Bücherregal). Damit bin ich sehr gut gefahren! Ich wohne jetzt auch seit zwei Jahren mit diesen Möbeln und bin immer noch zufrieden damit. Denn auch dort kann man ja schauen, dass alles einigermaßen zusammenpasst. Das teuerste in meinem Zimmer war der Schreibtisch, der war mir superwichtig und ich habe sehr lange nach dem gesucht. Bei allem anderen habe ich mir dann einfach gesagt, dass es okay ist Abstriche zu machen.
Zum Beispiel bei meinem Schrank hatte ich eigentlich etwas anderes im Kopf, aber das ließ sich dann mit dem Geld nicht machen. Ich denke mir, dass ich noch genug Gelegenheit haben werde, eine Wohnung exakt nach meinen Wünschen einzurichten, wenn ich richtig Geld verdiene. Und irgendwo hat dieses "Dekorieren auf einem Budget" ja auch einen gewissen Charme. Man wird erfinderisch!
Ich käme mir, ehrlich gesagt, komisch vor, wenn ich eine perfekt ausgestattete, optimal stylisch eingerichtete Wohnung hätte als Student. So ein bisschen Garagen- und Hippieflair darf die Studentenbude schon haben, das macht sie doch erst gemütlich!
Insofern: Liebe Studenten, kauft eure Möbel gebraucht, pinselt sie an, beklebt sie, so macht ihr das später nie wieder! Kreativität auf Budget ist gefragt! Außer man hat halt reiche Eltern - dann macht das Studentenleben aber irgendwie weniger Spaß, behaupte ich.
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