Wohnung mit Nachtspeicherheizung?

vom 16.10.2011, 14:24 Uhr

Hier werden viele Wohnungen angeboten, die eine Nachtspeicherheizung haben. Früher ist es in manchen Gegenden so gewesen, dass der Strom in der Nacht günstiger war und deswegen die Heizungen über Nacht aufgeladen haben. Dann konnte sie über Tag die Wärme abgeben, die sie in der Nacht speicherten. Allerdings kann man nicht immer voraussehen, ob man die Heizung auch am nächsten Tag braucht. Gerade im Übergang zum Winter oder dann im Frühjahr ist es manchmal so, dass es den einen Tag sehr kalt ist und am nächsten Tag wieder zu warm um zu heizen.

Sind solche Speicheröfen überhaupt noch rentabel, wo es hier auf jeden Fall, keinen Billigstrom mehr in der Nacht gibt und man ja auch nicht weiß, ob man die Heizung am nächsten Tag auch braucht? Wie lange kann sich die gespeicherte Wärme in den Heizkörpern denn halten? Wie funktioniert das überhaupt? Sind die Stromnebenkosten bei Nachtspeicherheizungen sehr hoch?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich kenne jemanden, der in einer Region wohnt, wo das üblich ist, so zu heizen. Dort hat der örtliche Stromanbieter einen speziellen Tarif, den man buchen kann, wenn man solche Heizungen betreibt. Damit gibt es wirklich Vergünstigungen. Und in dem Fall ist auch nachts der Strom eben aus dem Grund noch günstiger.

Ob sich das rentiert, muss man durchrechnen. Die modernen Speicheröfen verbrauchen wohl nicht mehr so viel wie manche Modelle früher. Genauer kann man das abschätzen, wenn man das Modell und die technischen Daten kennt. Oder man bittet den Vormieter um einen Einblick in die letzten Stromrechnungen. Dann weiß man genaueres, sofern das nicht jemand total geiziges war, der immer im Kalten gedarbt hat.

Andere Heizmittel sind auch nicht mehr unbedingt billig. Von daher würde ich das nicht vorschnell ablehnen. Allerdings hat der Speicherofen einen gravierenden Nachteil: Die Methode ist alles andere als spontan. Wenn man also im Herbst in den Urlaub fährt und währenddessen ein Kälteeinbruch kommt, müsste man die Speicherleistung in der Nacht vor dem Heimkunft hoch drehen. Oder jemanden hoch drehen lassen.

Sonst sitzt man mindestens einen Tag im Kalten, weil die Heizung nicht genug aufgeladen ist. Auch im Winter, wenn man zu Hause ist, kann das so kommen, wenn von einem Tag auf den anderen ein Temperatursturz kommt und man nicht aufmerksam die Wetterprognose verfolgt, dass man mal einen Tag einen dickeren Pulli anziehen muss, weil man nicht rechtzeitig hoch gedreht hat. Wenn man damit leben kann, ist diese Methode allerdings O.K.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


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