Sich nach Operation schon wieder zu viel zumuten?
Mein Schwiegervater wurde vor ein paar Wochen am Bauch operiert. Es war doch ein recht großer Eingriff und er hatte auch am ersten Tag starke Schmerzen. Er hat eine recht große Narbe am Bauch die heilen muss und auch im Bauch muss noch alles verheilen. Daher hat der Arzt ihm auch verboten, in den nächsten Wochen irgendwelche körperlich belastenden Arbeiten durchzuführen.
Nun hat mein Schwiegervater aber noch Holz im Wald liegen, dass auch nicht gerade wenig ist. Er muss dies bearbeiten, damit er es für den Winter zum heizen nach Hause bekommt. Kurz der nach der Operation fing er schon an die Wochen zu zählen, bis er dann endlich wieder Einsatzbereit wäre und sich um das Holz kümmern könnte.
Ich denke mir aber, dass es sicherlich besser wäre, wenn er langsam wieder anfangen würde. So wie ich ihn kenne, wird er aber gleich direkt ran klotzen und wahrscheinlich auch schnell an seine Grenzen stoßen. Nach so einer Operation oder längerer Krankheit, braucht der Körper ja schon ein bisschen Zeit, bis er sich wieder zur alten Kondition zurück findet. Ich mache mir da doch Sorgen, dass er sich übernehmen könnte und irgendwas schief geht. Kennt ihr das auch, dass sich jemand nach einer Operation wieder zu viel und zu schnell etwas zumutet? Wie reagiert ihr da? Immerhin handelt es sich ja um einen Erwachsenen, dem man nichts vorschreiben kann.
Ich kann dabei beide Seiten verstehen, dein Schwiegervater muss auf der einen Seite das Holz für den Winter fertig bekommen und soll sich auf der anderen Seite dabei auch nicht übernehmen und zu stark belasten. Vorschreiben kann man einem Erwachsenen Menschen nichts, aber wenn man schon bedenken hat mit dem Übernehmen ihm Hilfe anbieten oder nach einer alternativen Lösung suchen z.B. das man sich Helfer sucht die das ganze mit übernehmen. So wäre das Holz auch gemacht und dein Schwiegervater steht nicht komplett alleine mit dieser Aufgabe da.
Ich kenne das selbst aus eigener Erfahrung, die Arbeit ist vorhanden und von alleine macht sie sich auch nicht. Wenn kein anderer dabei hilft oder helfen kann, dann bleibt es alles an einem selbst hängen. Dazu spielt noch der Stolz eine große Rolle, denn wer möchte sich von vorne bis hinten bedienen lassen und rein gar nichts mehr selbst machen auch wenn es zum aktuellen Zeitpunkt das beste wäre. Die eigene Gesundheit wird dann doch gerne in den Schatten gestellt, denn man denkt sich auch immer nebenbei, dass es schon klappen wird und nichts schief geht.
Bei mir selbst reagiere ich ähnlich und mache es was ich kann soweit es geht. Erst wenn ich an dem Punkt angekommen bin bei dem gar nichts mehr geht, dann suche ich mir Hilfe. Bei anderen ist das etwas anderes, da biete ich gerne meine Hilfe und Unterstützung an damit diese eben nicht in die gleiche Situation kommen. Meistens wird das auch angenommen sofern man die Leute nicht komplett ausschließt davon. So könntest du und dein Mann sicherlich heim Holz machen helfen und der Schwiegervater unterstützt dabei so gut er kann, wenn er eine Pause braucht soll er sie einfach machen und nicht darauf angewiesen sein um jeden Preis fertig zu werden.
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