Scharlach bei Kindern und deren Ansteckungsgefahr
Mein kleiner Neffe von 4 Jahren hat gerade Scharlach und diese Erkrankung ist ja wohl auch ansteckend. Aber wie sollte man denn diese Ansteckungsgefahr gewichten? Ist diese gegenüber Kindern und Erwachsenen gleich akut? Sollte man jetzt lieber jeglichen Kontakt zu mit Scharlach erkrankten Kindern meiden oder wäre das zu übertrieben? Könnte eine Scharlach Übertragung zu Erwachsenen auch gefährlich werden? Wart ihr schon mal als Erwachsene an Scharlach erkrankt und wie war der Verlauf?
Ich habe mich mal als Kind mit Scharlach bei meiner Schwester angesteckt. Aber soweit ich weiß, wurden damals keine Erwachsenen von uns angesteckt und die Erwachsenen in unserem Umfeld blieben - trotz Kontakt wie bei den Eltern beispielsweise - alle gesund. Ich weiß gar nicht, ob eine Übertragung auf Erwachsene überhaupt möglich ist oder ob man da automatisch eine Grundimmunisierung hat, wenn man das als Kind gehabt hat.
Scharlach kann man gleich mehrfach bekommen. Man ist nach der Erkrankung zwar gegen diesen einen Bakterienstamm immun. Leider gibt es verschiedene. Trotzdem bekommen in der Regel nur Kinder Scharlach, die meisten Erwachsenen hatten in ihrem Leben schon Kontakt zu den verschiedenen Stämmen. Sie haben Antikörper gebildet, ohne unbedingt selbst krank geworden zu sein.
Bei Kindern steckt Scharlach unglaublich schnell an. Einer meiner Söhne hat das angeschleppt, nachdem er hinter einem kranken Kind an der Rutsche angestanden hat. Das war nachmittags, am nächsten Tag lag er schon flach. Das war einmal ansprechen, mehr nicht. Die Tröpfchen haben gereicht. Vielleicht war es auch eine Schmierinfektion am Geländer. Wir sind sofort gegangen, aber es war zu spät.
Wir hatten mehrfach Scharlach im Haus. Mein Mann und ich hatten es weder als Kind, noch haben wir haben wir uns angesteckt. Ich hätte als Erwachsener keine Bedenken. Aber andere Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem würde ich fern halten.
Hier ist gerade eine wahre Scharlachepedemie ausgebrochen. Die Kinderärzte stöhnen schon und meinen, dass es dieses Jahr ganz schlimm ist. Bei uns im Kindergarten hängt der Zettel seit vier Wochen an der Tür und gerade letzte Woche wurde das Datum wieder geändert, weil es in der letzten Woche eine erneute Infektion gab.
Sowohl in anderen Kindergärten, als auch in der Schule hängen Zettel an der Eingangstür, dass Scharlach in den Einrichtungen umgeht und man doch bitte umgehend zum Arzt gehen soll, sobald das Kind über Halsschmerzen und Fieber klagt.
Mein jüngster Sohn hatte Scharlach vor gut vier Wochen. Es fing am Wochenende mit Fieber und Halsschmerzen an. Montags sagte der HNO-Arzt, dass der Hals knallrot sei, mehr aber nicht. Am Dienstag hieß es aus der Gruppe meines Sohnes, dass es einen Fall von Scharlach gegeben hätte. Somit bin ich noch einmal zum Arzt und bekam die Bestätigung, dass er es auch hat.
Unser großer Sohn bekam dann zwei Tage später plötzlich hohes Fieber. Die Kinderärztin meinte, er hätte ebenfalls Scharlach. Ich bin mir da nicht sicher, zumal sie keinen Abstrich nahm und er nur unter Fieber litt und keine Halsschmerzen hatte. Auch mein Partner und ich wurden mit den gleichen Symptomen wie unser großer Sohn krank. Und bei uns beiden hieß es, wir hätten die Grippe. Wir drei hingen auch zwei Wochen damit an, während unser jüngstes Scharlachkind nach fünf Tagen durch war.
Wie ansteckend Scharlach nun genau ist, kann ich nicht sagen. Da es so heftig derzeit ist, ist es vermutlich sehr ansteckend. Ich bin nur froh, dass es heutzutage ein Antibiotikum dagegen gibt. Meine Cousine lag vor ca. 30 Jahren noch im Krankenhaus in Quarantäne.
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