Künstlersozialkasse - kann man Ehepartner mitversichern?
Ich würde mich mal dafür interessieren, wie das mit der Künstlersozialkasse abläuft. Zunächst mal würde mich interessieren wie es ist, wenn man unter den 325 € im Monat ist. Man bekommt ja nicht immer gleich die top Aufträge. Wie viel Beiträge würde man dann zahlen müssen? Würde es auch beim Mindestverdienst, den man erreichen sollte, also bei den 325 €, gehen dass man den Ehepartner mitversichern lässt und auch ein Kind? Im Prinzip ist das ja nur ein Mittelsmann zwischen der eigentlichen Krankenversicherung oder habe ich das falsch verstanden?
Du hast das schon richtig verstanden, die KSK ist nur eine Stelle, die die Beiträge einzieht und aufstockt. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Arbeitgeber, der hält einen Teil deines Lohns für die Sozialversicherungen ein und legt seinen Anteil dazu. Die KSK zieht deinen Anteil von dir ein und stockt auf.
Daher kannst du deine Krankenversicherung frei wählen und natürlich Familienangehörige kostenfrei mitversichern. Da gelten die gleichen Maßstäbe wie für jeden anderen Versicherten auch.
In den ersten Jahren deiner künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit kannst du dich auch dann über die KSK versichern, wenn deine Einnahmen unter den Grenzwerten liegen. Dabei gilt die Zeit, die du diesen Job bereits ausübst. Bis zu drei Jahre darfst du weniger verdienen.
Hast du bereits drei Jahre voll, bevor den den Antrag bei der KSK stellst, dann musst du die Grenzen erreichen, schließlich bist du kein Berufsanfänger. Hast du gerade erste Erfahrungen gesammelt und liegt die Aufnahme der Tätigkeit weniger als drei Jahre zurück, dann darfst du restliche Zeit weniger haben. Hast du den Job früher einmal gemacht und wieder aufgegeben, wird diese Zeit auf die drei Jahre Status als Berufsanfänger angerechnet.
Der Mindestbeitrag für die KSK errechnet sich nach den Sätzen zur Sozialversicherung. Aktuell zahlst du für die gesetzliche Krankenversicherung mindestens 34,49 Euro an die KSK, für die Pflegeversicherung musst du mindestens 5,55 Euro mit Kind oder 6,73 Euro als Kinderloser einzahlen. Die Rentenversicherung schlägt mit mindestens 30,38 Euro monatlich zu Buche. Den Rest stockt die KSK auf.
Das praktische an der Versicherung über die KSK ist, dass keine Beiträge nachgefordert werden. Kommt am Ende des Jahres mehr Geld zusammen, musst du keine Beiträge nachzahlen. Allerdings bekommst du auch nichts zurück, wenn du dich verschätzt hast. Aber du kannst die Beiträge auch im laufenden Jahr anpassen lassen. Außerdem bist zu zwar selbstständig, aber du kannst trotzdem wie ein Arbeitnehmer einen Riester-Vertrag abschließen, wenn du das möchtest.
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