Krankheit googlen, verschlimmert sich die Diagnose?

vom 27.02.2016, 17:10 Uhr

Es ist ja oftmals schon ein gängiges Prozedere, dass Menschen, wenn sie erkältet sind die Google-Suche nutzen, um feststellen zu können, was sie in etwa haben. Im Grunde wäre das auch alles Okay, weil nicht jeder zwangsläufig eine Lungenentzündung erkennen kann, andere sich mit einer Magendarmerkrankung schwer tun und andere nicht genau wissen, was bei einer Grippe auf sie zu kommt.

Leider, so stelle ich auch fest, ist die Symptomik vieler einfachen Erkältungen aber auch oftmals bei schweren Krankheiten, wie Krebs eine Warnerscheinung. So kann es möglich sein, dass einfache Stuhlgangprobleme schon auf Darmkrebs deuten, während Kopfschmerzen mit Druck für einen Tumor sprechen könnten. Das könnte ich jetzt auf viele Symptome weiterführen, weil für alles gibt es eine einfache Erklärung sowie eine dramatische Diagnose.

Nun sehe ich bei sehr wenigen Bekannten von uns, dass sie sich auch daran orientieren und sobald dort steht, Kopfschmerzen können auch Tumore sein, dass sie direkt panisch werden. Sie reagieren sofort darauf und suchen die entsprechenden Ärzte auf.

Natürlich sei gesagt, dass Vorsicht besser ist, als Nachsicht, aber muss das immer sein, dass gegoogelt wird? So kann man sich auch selber bekloppter machen, als es oftmals notwendig ist, meint Ihr nicht auch?

Deswegen frage ich mich zum einen, ob das Googlen von Symptomiken überhaupt eine gute Idee ist oder ob eine mögliche Symptomik durch die angeblichen Diagnosen, die vielfältig sein können, sich eingebildet verschlimmern? Panik etc. inbegriffen.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 6121 » Talkpoints: 1,40 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Also manchmal kann solch eine Suche schon hilfreich sein, ich habe z.B. durch die Google-Suche erfahren, was eine Aphte ist. :D Aber laut Google leide ich an Hautkrebs, Darmkrebs und einer schiefen Wirbelsäule. Also sollten Leute, die da schnell überreagieren, vielleicht die Internet-Sucherei sein lassen.

» DieFanatikerin » Beiträge: 82 » Talkpoints: 26,64 »


Ich bin kein Hypochonder. Ich sehe das durchaus realistisch und verlasse mich nicht auf Onkel Google. Google ist schließlich kein Arzt. Wenn ich konkret etwas zum Thema Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse oder Borderline wissen möchte, weil Menschen aus meinem Umfeld das beispielsweise haben, dann recherchiere ich das auch konkret nach.

Aber ich google keine Symptome und will dann eine komplette Diagnose haben. Das finde ich komplett schwachsinnig und ich verlasse mich da eher auf Ärzte. Man kann ja bei Ärzten immer noch eine zweite oder dritte Meinung einholen, wenn man der Diagnose nicht traut. Aber ein Arzt wird mehr Ahnung haben als Google und das, was man bei Google unnötig reininterpretiert.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich denke, dass sich das googlen bei manchem positiv auswirkt und bei manchen negativ. Viele beruhigen sich dann dadurch, wenn sie sehen, was es sein könnte und warten dann erst einmal ab. Einige (und das sind leider die meisten), machen sich dadurch nur verrückter und rennen sofort zum Arzt, was auf Dauer zu überfüllten Wartezimmern und ansteigenden Kosten der Krankenkassen kommt.

Es ist auch ein Unterschied, ob man in einem Forum präzise Dinge nachliest, wie zum Beispiel Prävention von Krankheiten, oder ob man Symptome googelt, die von vielen Krankheiten Begleiter sind. Alles in einem würde ich aber sagen, dass man besser zu viel zum Arzt gehen sollte, als zu wenig. Gibt es denn irgendwo eine Statistik, ob sich die Arztbesuche durch googlen verändert haben? Vorzustellen ist es ja auf jeden Fall.

» Sarahli » Beiträge: 7 » Talkpoints: 2,13 »



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