In Tierwelt Homosexualität aus Mangel an Alternativen?

vom 22.05.2017, 05:36 Uhr

Ich habe neulich eine Dokumentation gesehen, in der es um ein homosexuelles männliches Pinguin-Paar in einem Zoo ging. Man wusste erst nicht, dass beide Tiere männlich sind und machte einen Test, als sich nach Jahren kein Nachwuchs eingestellt hatte. Schließlich ging man davon aus, dass die Tiere nur deswegen homosexuell geworden sind, weil eben keine Weibchen im Zoo waren und die Tiere unbedingt in einer Partnerschaft leben wollten. Man ließ also Weibchen aus einem anderen Zoo importieren, was aber an der homosexuellen Beziehung nichts geändert hat.

Ich finde es ehrlich gesagt albern, dass man einfach davon ausgeht, dass die Tiere nur dann homosexuell werden, wenn eben keine andersgeschlechtliche Alternative da ist. Die beiden haben sogar ein Ei ausgebrütet und ein Junges gemeinsam aufgezogen. Beim Menschen ist es doch auch nicht so, dass man schwul oder lesbisch wird wegen mangelnder Alternativen. Was soll diese Argumentation dann bitte? Könnt ihr das nachvollziehen? Meint ihr bei Tieren hat Homosexualität andere Ursache als beim Menschen?

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» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -1,02 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich kann diese Argumentation auch nicht nachvollziehen. Eine Freundschaft könnte sicherlich auch so bestehen, aber sexuellen Kontakt wird man nicht zu jemanden haben, auch als Tier, der einen nicht anspricht. Homosexuell ist man oder ist es nicht, von Geburt an und unabänderlich. So ist es nun mal und so ist es auch in der Tierwelt. Natürlich gibt es in Zoos oft nicht so viele Tiere, dass man immer gute Alternativen hat, aber deswegen wird sicherlich auch kein Tier schwul oder lesbisch.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


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