Hat euch ein Arzt schon mal Mut und Hoffnung genommen?

vom 23.03.2016, 20:14 Uhr

Ich habe mir vor vielen Jahren dreifach das Sprunggelenk gebrochen, wobei es sich um einen sehr schlimmen Bruch handelte, der sofort notoperiert werden musste. Die Blutzufuhr war teilweise abgeschnürt und es bestand die Gefahr, dass ich meinen Fuß verlieren könnte. Das ist glücklicherweise nicht passiert, wobei mir der Chirurg dennoch nicht so große Hoffnungen machte. Er meinte damals zu mir, dass ich wahrscheinlich nie wieder richtig laufen könnte und dass ich einen weiten Weg der Genesung vor mir hätte.

Mittlerweile ist das Ganze schon viele Jahre her, wobei ich ganz wunderbar laufen kann. Natürlich ist mein Gelenk nicht voll bewegungsfähig und ich kann nun nicht besonders gut springen, aber im Großen und Ganzen merke ich nichts mehr von dem Bruch damals. Mein Arzt ist selbst immer wieder erstaunt, wie gut das Ganze verheilt ist. Man sieht die Narben auf den ersten Blick nicht einmal mehr. Von daher hat sich die Annahme meines Arztes glücklicherweise nicht bewahrheitet.

Auch dann, wenn man eine schwere Krankheit hat, die zum Tod führen kann, kann es natürlich vorkommen, dass der Arzt einem die Hoffnung und den Mut nimmt, wenn er offen sagt, dass es nicht gut für einen aussieht. Das bedeutet aber nicht, dass es sich nicht zu kämpfen lohnt. Immerhin kann es ja dennoch immer gut für einen ausgehen, wie es bei mir war. Hat euch ein Arzt schon einmal euren Mut und eure Hoffnung auf eine Genesung genommen?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge



Ich hatte mit 13 Jahren zwei kaputte Wirbel. Und wie 13jährige halt sind, konnte ich mich nicht stillhalten, ich sollte nämlich sechs Monate in einer Gipsschale verbringen, aber ich hab mich immer mal gedreht oder so. Der Arzt sagte damals, dass ich so garantiert im Rollstuhl landen würde, was sich nicht bewahrheitet hat.

Die Genesung hat zwei Jahre gedauert, erst dann konnte ich langsam wieder in ein normales Leben zurück. Ich musste zwar ein Korsett tragen, aber das war nicht so schlimm. Angst hat mir der Arzt damals nicht gemacht, aber mit Pech würde ich wirklich im Rollstuhl sitzen. Manchmal spüre ich die Stelle noch, aber das ist nicht schlimm, ich kann an sich bis auf wenige Bewegungen alles machen.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12599 » Talkpoints: 0,42 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Mein Vater wurde mal in einen Verkehrsunfall verwickelt und es sah echt nicht gut aus im Krankenhaus. Es ging sogar soweit, dass der Arzt ständig davon gesprochen hat, dass wir schon mal Abschied nehmen sollten und uns mit dem Tod meines Vaters "anfreunden" sollten. Die Kommentare des Arztes haben mich damals total fertig gemacht, ich war schließlich 14 Jahre alt und fühlte mich sehr hilflos.

Mein Vater hat es aber geschafft und ist immer noch lebendig, wofür ich sehr dankbar bin. Offenbar hat der Arzt damals den Überlebenswillen meines Vaters unterschätzt.

» Esri » Beiträge: 485 » Talkpoints: -0,11 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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