Geht die Männlichkeit langsam verloren?

vom 24.08.2015, 20:01 Uhr

Ich habe das Gefühl, dass die Männlichkeit langsam verloren geht, nicht bei mir sondern im Allgemeinen bei den meisten Jungs bzw Männern. Vor allem bei Jugendlichen ist mir das aufgefallen. Es soll ja jeder Leben wie er will, aber zu viele führen sich wie Mädchen auf, so als würden die einen Geschlechtertausch durch führen.

Jungs werden zu "Divas", heulen wegen jeder Kleinigkeit rum und zicken wie verrückt, schauen öfters in den Spiegel und korrigieren die Haare als es Mädchen tun, ziehen sich engere Hosen an als es Mädchen tun, jeder ist blank im Gesicht und hat kein Härchen Bartwuchs (da abrasiert) sind auch dünner als Mädchen und können sich kaum behaupten.

Ich betone nochmals, jeder kann machen was er will, ich habe nichts dagegen, es ist mir nur aufgefallen und ich habe mehr oder weniger Angst, dass es bald so kommen wird, dass die Frauen die Männer vor Gefahren schützen.

» majinvegeta » Beiträge: 158 » Talkpoints: 34,30 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Das Problem ist nicht die verlorene Männlichkeit von anderen sondern die veralteten Geschlechterrollen, denen du anscheinend immer noch nachhängst. Warum ist ein Mann denn weniger Männlich wenn er irgendwelchen Klischees nicht entspricht? Und ist es umgekehrt nicht völlig armselig seine Geschlechterrolle über solche Äußerlichkeiten zu definieren?

Und es ist übrigens 2015, ich brauche keinen Mann um mich vor irgendwelchen Gefahren zu schützen und bin auch noch nie in die Lage gekommen, dass ich einen Mann schützen musste. Ich halte mich in der Regel in einer zivilisierten Gegend auf.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge


Ich habe mehr oder weniger Angst, dass es bald so kommen wird, dass die Frauen die Männer vor Gefahren schützen.

Und wenn dem so wäre, was wäre daran so schlimm? Einerseits betonst du deine Toleranz und dass jeder machen kann was er will, andererseits klammerst du dich an das gängige (und antiquierte) Geschlechter- und Rollenverständnis.

Vielleicht tut diese "Verweiblichung" der Gesellschaft sogar gut? Frauen gelten ja gemeinhin als friedlicher und weniger gewalttätig. Mir ist es lieber, der Hipster von Nebenan zupft sich die Augenbrauen, als dass er mit seinen Jungs mit Baseballschlägern und Schlagringen bewaffnet um die Häuser zieht. Das ist natürlich Schwarz-Weiß-Denken, es sollte aber klar sein, was ich meine.

Jungs werden zu "Divas", heulen wegen jeder Kleinigkeit rum und zicken wie verrückt.

Was hättest du denn lieber? Dass solche Dinge mit den Fäusten statt mit Worten geklärt werden?

» LeBusch » Beiträge: 4 » Talkpoints: 2,42 »



Ich glaube nicht, dass Männer das unbedingt freiwillig machen. Denn Fakt ist, dass die Hormone der Antibabypille praktisch ungefiltert über den Urin wieder abgegeben werden und durch die Wasserwerke, die keine Filter für diese Hormone haben, gelangt das Wasser dann über das Trinkwasser zu uns nach Hause. Es gibt übrigens keinen Unterschied, Wasserflaschen aus dem Supermarkt enthalten ähnliche Konzentrationen an weiblichen Hormonen als das Trinkwasser aus der Leitung. Ich habe mit einem Experten zu diesem Thema diskutiert, weil mich das einfach interessiert.

Dass Frauen weniger empfindlich auf diese Hormone reagieren, sollte klar sein, aber Jungen und Männer werden damit komplett überfordert sein, weil ihr Körper eben schon bei geringeren Mengen extrem darauf reagiert. Ich denke, dass wird einer der Gründe sein, warum Jungen eben "empfindlicher" werden und "zickiger", außerdem verzögert sich der Bartwuchs und teilweise kommt er gar nicht. Ich kenne beispielsweise einen jungen Mann, mit dem ich zur Schule gegangen bin und der war schon immer sehr "weiblich" und hatte nie auch nur den Ansatz eines Bartwuchses. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das hormonell oder genetisch bedingt ist, ich vermute ersteres.

Ansonsten ist es doch klar, dass die Gewaltbereitschaft in unserer Zeit nachlässt. Wir brauchen keine Kriege und Schlachten führen wie die Römer oder Wikinger früher. Wozu? Wir leben in einer vergleichsweise friedlichen Zeit, wenn man mal von den Unruhen in Nahost etc. absieht, aber in Deutschland führen wir keine Kriege. Es gibt auch keine Bürgerkriege im Land, stattdessen konzentrieren sich alle auf die Digitalisierung und für die Bedienung von Computer etc. braucht man nicht unbedingt Prügeleien anzetteln, sondern man braucht etwas im Kopf. Da ist es doch klar, dass sich die Prioritäten ändern.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich glaube nicht, dass das so ist, denn es gibt immer noch sehr viele Männer, die jede Tag ins Fitnessstudio rennen und einfach totale Schränke sind. Ich kenne auch viele Jungs oder Männer die mit Vollbart rumlaufen und gar nicht so viel Wert auf ihr Äußeres legen. Natürlich gibt es die von dir beschriebenen Jungs, aber ich glaube, dass es die schon immer gab. Vom Verlust der Männlichkeit zu sprechen, finde ich, ist etwas übertrieben.

» GoroVI » Beiträge: 3187 » Talkpoints: 2,66 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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