Facharzt Diagnosen gern auch mal ignorieren?
Zu regelrechten Fachärzten, den Zahnarzt jetzt mal ausgeblendet, gehe ich ja relativ selten. Da muss es mir schon wirklich elend gehen, ehe ich mich mal dahin bewege. Weil irgendwie habe ich auch kein hundertprozentiges Zutrauen zu den fachärztlichen Diagnosen. So wollte man mir schon vor Jahren zweimal eine sofortige Bandscheiben OP verordnen, diese habe ich jedoch abgelehnt und heute geht es mir Rückentechnisch soweit prima.
Im letzten Jahr wurde Alarm geschlagen, ich hätte eine chronische Herzkranzverkalkung und ich müsse sofort in eine Herzklinik. Also hin, riesiges Trallala mit allmöglichen Untersuchungen inklusive in die Röhre zur CT schieben, anschließendem Gespräch mit dem Stationsarzt, der mich schon mental auf das Setzen mehrerer Stents in den Blutgefäßen vorbereiten wollte. Das Ende vom Lied war jedoch, dass soweit keinerlei Verkalkungen vorlagen und soweit wohl doch alles im grünen Bereich sei.
Letzten Monat war ich routinemäßig mal beim Ohrenarzt und der wollte mir gleich mal unbedingt ein Hörgerät verordnen. Auch da habe ich gleich mal abgewunken und ihm gesagt, dass ich ganz gut und sogar eine Stecknadel fallen höre. Seine Entgegnung war nur dass ich mir das nur einbilden würde und kurz vor einem Hörgerät sei. Nicht das ich jetzt zu eitel wäre ein Hörgerät zu tragen, aber ich lasse mir doch nicht Zeug aufquatschen, von dessen Notwendigkeit ich letztendlich auch nicht überzeugt bin.
Ist es euch auch schon so ähnlich mit irgendwelchen fachärztlichen Diagnosen ergangen, von denen ihr nicht so wirklich überzeugt wart und diese dann im Nachhinein auch ignoriert habt? Habt ihr vielleicht auch schon den Arzt oder Ärztin gewechselt, weil ihr mit deren Diagnosen nicht so zufrieden oder konform wart?
Ich hatte vor 10 Jahren plötzlich hohes Fieber und sonst nichts. Mein Arzt hat gemeint, ich hätte Hepatitis und schwärmte nur so von Kuranstalten und dortigen Aufenthalten. Ich war aber geimpft und habe nichts gemacht, was eine Hepatitis vermuten hätte lassen.
Meine Mutter sagte dann, dass ich süßlich aus dem Mund riechen würde und wir sahen dann einen zähen, weißen Belag. Mit dem Ärztebuch stieß ich auf Pfeiffersches Drüsenfieber, das sie mir auch im Spital bestätigt haben und ich war 7 Wochen daheim krank, bis alles vorbei war. Die Blutwerte wurden dann auch noch genommen und nach 7 Wochen waren die Leberwerte wieder in Ordnung.
Ich war mal bei einem Frauenarzt, der meinte, dass ich nur einen Eierstock hätte und aufgrund meiner Symptome müsste ich entweder schwanger sein und er würde es nicht sehen oder hätte eine Eileiterschwangerschaft. Der nette Mann hat mir also einen Tag im Krankenhaus eingebracht, wo ich dann feststellte das nichts war. Zu ihm bin ich nie wieder gegangen. Trotzdem würde ich das zukünftig auch nicht ignorieren, wenn mir ein Facharzt so etwas oder ähnliches sagen würde. Überprüfen kostet vielleicht Zeit, aber letztendlich geht es ja um die eigene Gesundheit.
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