Entschädigungen bei arg verspäteter Post-/Päckchenzustellung

vom 10.03.2015, 10:30 Uhr

Ein Freund hat vor mehreren Monaten ein Päckchen verschickt, dessen Empfänger im Ausland lebt. Die Laufzeit dauert normalerweise zwischen vier und sieben Wochen, je nach Jahreszeit und anderen bedeutsamen Faktoren.

Als nach zwei Monaten das Päckchen noch nicht ankam, machte er sich Sorgen und fragte bei der Post nach. Da Päckchen nicht versichert sind, könne man nichts machen. Laut Nachforschung wurde die Sendung aber erst gar nicht ins Ausland weitergeleitet.

Päckchen sind ja nicht versichert, aber hat man nicht dennoch das Recht, dass die gezahlte Dienstleistung innerhalb einer angemessenen Zeit erbracht werden? Das Päckchen wurde nun nach sieben Monaten zugestellt beim Empfänger. Man kann wohl davon ausgehen, dass die meisten Sendungen, die versandt werden zeitnah benötigt werden.

Da der Bekannte für die Dienstleistung gezahlt hat, fragt er sich schon, ob es keinerlei Entschädigungsmöglichkeiten gibt? Oder muss man einfach Glück haben, dass ein Päckchen für das man etwa 15 Euro zahlt und dessen Inhalt weit mehr wert ist nicht erst nach sieben Monaten ankommt? Gibt es kein Recht auf eine zeitnahe Beförderung und entsprechende Entschädigungen, wenn die Post sich nicht an die Vereinbarungen hält?

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» Trisa » Beiträge: 3317 » Talkpoints: 36,86 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich verschicke häufiger etwas und habe noch nie erlebt, dass die Post irgendeine Entschädigung zukommen lässt, wenn der Versand sehr lange dauert oder die unversicherte Sendung gar nicht ankommt. Sie verbuchen das denn eben unter Pech gehabt, man hätte es schließlich auch versichert verschicken können. Dann könnten sie auch was machen und auch nachforschen, wo das Päckchen geblieben ist.

Ich habe zwar schon erlebt, dass bei einfachen Sendungen eine Nachforschung eingeleitet wurde, aber diese haben dann nie zu einem Ergebnis geführt. Mir ist es schon passiert, dass ich einen leeren Umschlag von der Post bekommen habe und der Inhalt fehlte. Da habe ich dann auch einen Antrag bekommen und musste ausfüllen, was für ein Gegenstand es war.

Ich habe dann nur irgendwann die Info bekommen, dass der Artikel unauffindbar ist. Mit etwas anderem habe ich auch nicht gerechnet. Das ist bei der Post so. Deswegen versende ich nun wenn es geht, häufiger mit hermes. Diese sind preisgünstiger und eben auch direkt versichert.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Ich stelle mir immer die Frage, warum die Post so etwas darf?! Wenn ich eine Pizza bestelle, dann gibt es dafür auch keine Versicherung doch ich habe das Recht mein Geld zurückzufordern, wenn diese nicht im vereinbarten Zustand ankommt oder gar nicht. Ebenso ähnlich ist es meiner Meinung nach auch bei allen möglichen anderen Geschäften.

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» Trisa » Beiträge: 3317 » Talkpoints: 36,86 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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