Bei Vermietern mit offenen Karten spielen?
Ich bin ja auf Wohnungssuche, und viele wissen hier, das ich damals durch meine Scheidung erst mal viele finanzielle Probleme hatte. Diese habe ich durch einen Schuldnerberater in den Griff bekommen, und zahle diese jetzt monatlich ab. Zudem verdiene ich ja auch jetzt ganz gut, mit eigenem Gehalt, Nebenjob, und dazu kommen ja noch Kindergeld und Unterhalt.
Jetzt möchten Vermieter ja immer eine Selbstauskunft, nur ist meine Schufa leider ja völlig zerstört, obwohl mein Zahlverhalten ja jetzt sehr gut ist. Ich zahle alle meine Rechnungen und die Miete, nur was da einmal drin steht, dass bekommt man so schnell ja nicht raus.
Sollte man dem Vermieter sagen, dass man solche Einträge mit Rechtsbeistand geklärt hat, oder sollte man abwarten was sie sagen? Aber wer nimmt schon jemanden mit negativer Schufa.
Ein negativer Eintrag ist für einen Vermieter eigentlich immer ein Kriterium, den Bewerber nicht zu nehmen. Der neue Vermieter will vor allem eins, nämlich einen Mieter finden, der zuverlässig die Miete zahlt. Wenn sich ein konkretes Vertragsverhältnis anbahnen sollte, muss man ehrlich sein, wenn der neue Vermieter danach fragt.
Allerdings gibt es Vermieter, denen der Nachweis des Einkommens durch Belege (Gehaltsabrechnung) ausreicht. Es genügt ihnen, wenn man bei der Selbstauskunft grundsätzlich bereit ist, eine SCHUFA-Auskunft zu beantragen, wenn es zu einem Vertragsabschluss kommen sollte. Dies ist bei seriösen Maklern oder privaten Vermietern eher der Fall als bei großen Wohngesellschaften. Vor allem, wenn man z. B. mit dem Makler im Vorfeld schon einen guten Kontakt aufgebaut hat. Sollte die Auskunft jedoch dann erforderlich sein, muss man auch hier ehrlich sein.
Vermieter, die eine SCHUFA-Auskunft haben wollen, bevor es überhaupt entschieden ist, ob man als Bewerber den Mietvertrag bekommt, würde ich in Deinem Fall gar nicht erst kontaktieren. Meistens sind dies die großen Wohngesellschaften. Die Freigabe von Daten ohne konkrete Option sollte man sich gar nicht erst antun. Außerdem würdest Du schon im Vorfeld nur aufgrund der SCHUFA-Auskunft aussortiert werden.
Ich kenne es bisher so, dass ein potentieller Vermieter nur einen Nachweis vom aktuellen Vermieter haben will, dass man seine Miete pünktlich zahlt. Sollte man allerdings eine Schufa-Auskunft von dir wollen, sollte man gleich sagen was Sache ist. Wenn es der eventuelle Vermieter erst aus der Auskunft erkennt, dass es da mal Probleme gab, ist das doch schon ein Punkt, der die Absage rechtfertigt. Also ist es wohl besser, wenn man gleich die Karten auf den Tisch legt.
Dass dies dann auch eine Absage bringen kann, sollte dir aber auch vorher klar sein. Es ist also am Ende egal, wie du es machst. Die Gefahr, dass man dich als neuen Mieter ablehnt, hast du immer. Selbst mit einer blütenweißen Schufa kann dir das passieren.
Ich würde auf jeden Fall ehrlich sein, wenn dein zukünftiger Vermieter nach deinen finanziellen Verhältnissen fragt. Vor Ausfüllen der Selbstauskunft würde ich aber Bescheinigungen von meinen Gläubigern holen, die besagen, dass ich alles pünktlich bezahle. So lassen sich eventuelle Vermieter vielleicht milde stimmen.
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